Petra und Alfred Weber begrüßen Markus Berndt, der beim Früh­stück­en Ernährungstipps für Dia­betik­er gibt / Fotos (2): Rehberger

Dia­betes: Eigen­ver­ant­wor­tung übernehmen

von | Mrz 14, 2018 | Archiv, Kuli­narik & Genuss

Markus Berndt war eigentlich in  der IT-Branche tätig. Bis bei ihm vor fünf Jahren Typ-2-Dia­betes diag­nos­tiziert wurde. Nach dem Schock kam die Entschlossen­heit. Dank Ernährung­sum­stel­lung ist er heute gesund. Und er gibt seine Tipps an andere weit­er. Etwa im Hotel Weber in Bad Schönau.

Es war im Rah­men ein­er ganz nor­malen Vor­sorge­un­ter­suchung, als für Markus Berndt plöt­zlich eine Welt zusam­men­brach. Diag­nose: Zuck­er. So hoch, dass ihn der Arzt gle­ich ins Spi­tal schick­en wollte.Berndt weigerte sich, Medika­mente zu nehmen und auf die schlim­men Fol­gen der Krankheit zu warten. Er stürzte sich in die Recherchen zum The­ma Ernährung und war überzeugt, der Krankheit nur durch eine Ernährung­sum­stel­lung Herr wer­den zu kön­nen. Mit Erfolg.

Heute ist der Niederöster­re­ich­er nicht nur gesund, son­dern auch Best­seller­autor, Ernährung­sex­perte und Vor­bild für all jene, die eben­falls mit der Diag­nose Dia­betes leben müssen.

„Die medi­zinis­che Lit­er­atur sagt, dass Dia­betes unheil­bar und das Fortschre­it­en nicht aufzuhal­ten ist. Dem wider­spreche ich – auch bei Ärztevorträ­gen“, so Berndt. Nötig sei hinge­gen ein stark­er Wille und die Bere­itschaft, den Lebensstil zu ändern. Sein Konzept nen­nt er daher Lifestyle-Ther­a­pie, und die beste­ht im Wesentlichen aus zwei Ele­menten: dem Verzicht auf Zuck­er und Weizen.

 

Kampf dem Zucker

Neu ist die Idee nicht. Mod­erne Diäten (etwa Low Carb oder Keto) ver­fol­gen das­selbe Prinzip. Berndt hat die Wirkung aber hin­sichtlich der Zuck­er­w­erte genau doku­men­tiert und erstaunliche Ergeb­nisse inner­halb kürzester Zeit erzielt. „In Öster­re­ich sind rund eine Mil­lion Men­schen Dia­betik­er oder befind­en sich in ein­er Vorstufe. Alle 50 Minuten stirbt ein Men­sch an den Fol­gen von Dia­betes. In Deutsch­land wer­den pro Jahr bis zu 40.000 Dia­betik­er-Beine amputiert. Der Großteil davon wäre nicht nötig“, ist sich Berndt sich­er. Er appel­liert an jene Zuck­erkranken, die Ein­fluss auf ihre Krankheit nehmen kön­nen (Typ-2-Dia­betes), Eigen­ver­ant­wor­tung zu übernehmen. Wie genau das geht, erk­lärt er etwa bei seinen Vorträ­gen und anhand von prak­tis­chen Beispie­len. Etwa im Hotel Weber, das eine Koop­er­a­tion mit dem Ernährung­sex­perten einge­gan­gen ist. Am voll gedeck­ten Früh­stück­stisch erk­lärte er, wie man mit gutem Gewis­sen schlem­men kann. Die Zusam­me­nar­beit soll nun ver­tieft werden.