Chef­trai­ner Roman Mäh­lich im Gespräch mit der Redak­ti­on / Foto: Andre­as Karner

Hin­ter den Kulis­sen von Blau/​Weiß

Der Vor­teil, wenn die Her­aus­ge­be­rin des Boten aus der Buck­li­gen Welt gleich­zei­tig im Vor­stand des SC Wie­ner Neu­stadt und des USC Spar­kas­se Kirch­schlag ist? Span­nen­de Fuß­ball-Insi­der-Infor­ma­tio­nen, die wir an die­ser Stel­le ger­ne mit Ihnen teilen.

Tol­le Sai­son: vol­ler Kampf­geist und neu­es Stadion

von | Mai 23, 2018 | Archiv, Beweg­te Welt

Ende April fan­den die ers­ten Arbei­ten für das neue Sta­di­on des SC Wie­ner Neu­stadt statt. Je nach­dem, ob die Mann­schaft den Auf­stieg in die Bun­des­li­ga schafft, wird das Sta­di­on aus­ge­baut. Ein wei­te­rer Fak­tor, der für zusätz­li­chen Druck in die­ser span­nen­den Schlüs­sel-Sai­son sorgt. Oder? Wir spra­chen mit Trai­ner Roman Mäh­lich über die erfolg­rei­che Sai­son und wie die Mann­schaft mit der der­zei­ti­gen Situa­ti­on umgeht. 

Mit den ers­ten sicht­ba­ren Arbei­ten am Are­al des zukünf­ti­gen Sta­di­ons in der Civi­tas Nova erfolg­te der Start­schuss der Umset­zung des Pro­jekts. Bis zur Früh­jahrs­sai­son 2019 ent­steht ein den Sat­zun­gen der Bun­des­li­ga ent­spre­chen­des Sta­di­on. Es wird, je nach­dem, ob der SC auf­steigt oder nicht, für die obers­te oder zweit­höchs­te Spiel­klas­se errich­tet, kann modu­lar erwei­tert wer­den und bie­tet Platz für bis zu 5.000 Zuschauer.

„Mit dem Bau­start geht der von mir seit mei­nem Amts­an­tritt ver­spro­che­ne Sta­di­on­neu­bau inklu­si­ve der Trai­nings­plät­ze für die Jugend end­gül­tig in die Rea­li­sie­rungs­pha­se. Vom ers­ten Tag an haben wir fest­ge­stellt, dass Wie­ner Neu­stadt ein bun­des­li­ga­taug­li­ches Sta­di­on braucht. Von Anfang an war aber auch klar, dass die Finan­zie­rung das Bud­get der Stadt nicht belas­ten darf. Mit dem Grund­stücks­ver­kauf des bestehen­den Sta­di­ons, der Drit­tel­fi­nan­zie­rung des Lan­des und etwai­gen För­de­run­gen des Bun­des ist dies nun gewähr­leis­tet. Ich wün­sche den täti­gen Bau­fir­men gutes Gelin­gen der Arbei­ten und freue mich auf die wei­te­re Zusam­men­ar­beit“, so Bür­ger­meis­ter Klaus Schneeberger.

Maxi­mum erreicht

Trai­ner Roman Mäh­lich sieht trotz allem den Druck auf sich und sei­ne Mann­schaft nicht als Belas­tung. „Wir haben bis jetzt das Maxi­mum erreicht, und es läuft rich­tig gut für uns. Man muss sich ja vor Augen hal­ten, dass wir ganz ande­re Grund­vor­aus­set­zun­gen als vie­le ande­re Mann­schaf­ten haben, die teil­wei­se ein Viel­fa­ches unse­res Bud­gets zur Ver­fü­gung haben“, so Mählich.

Umso erfreu­li­cher sei es, dass der SC, der frü­her regel­mä­ßig gegen den Abstieg gekämpft hat, kurz vor Schluss noch immer unter den bes­ten vier Mann­schaf­ten ist.

Was ist also das Erfolgs­ge­heim­nis in der heu­ri­gen Sai­son? Mäh­lich: „Das kann man nicht an einem Punkt fest­ma­chen, son­dern das sind vie­le Fak­to­ren. Wir haben uns gute Spie­ler aus der Regio­nal­li­ga geholt, aber auch tol­le Koope­ra­ti­ons­spie­ler aus der Bun­des­li­ga. Wich­tig ist, dass wir gut zusam­men­ge­wach­sen sind. Wenn dann der Fuß­ball am Platz stimmt, das Zwi­schen­mensch­li­che, der gesam­te Ver­ein voll hin­ter der Mann­schaft steht, dann funk­tio­niert es.“

 

Gute Gesprächs­ba­sis

Nun kämpft Wie­ner Neu­stadt nicht nur um den Auf­stieg, son­dern hat auch eine neue sport­li­che Hei­mat in greif­ba­rer Nähe. Was wür­de sich der Trai­ner vom neu­en Sta­di­on wün­schen? „Ich kon­zen­trie­re mich lie­ber auf das Fuß­ball­spie­len. Nur weil ich der Trai­ner bin, muss ich nicht über­all mit­re­den“, so Mäh­lich. Auch wenn er sich selbst als kom­mu­ni­ka­ti­ven Trai­ner sieht. „Ich bemü­he mich immer, mit allen 24 Spie­lern im Kader zu reden, was nicht immer ein­fach ist. Da geht es nicht nur um Fuß­ball, son­dern auch mal um Per­sön­li­ches, das macht es mei­ner Mei­nung nach aus.“

Bei den letz­ten Spie­len der Sai­son schätz­te er jene Mann­schaf­ten als Her­aus­for­de­rung ein, die nichts mehr zu ver­lie­ren hat­ten, weil sie weder auf- noch abstei­gen konn­ten. Deren Trai­ner hat­ten Zeit, ganz ohne Druck zu pro­bie­ren, und das mach­te sie unberechenbar.

Für den Trai­ner des SC lie­gen die Stär­ken sei­nes Teams ganz klar dar­in, dass man dem Geg­ner nur sel­ten Tor­chan­cen bie­tet. „Aber auch mit dem sel­ber Tore­schie­ßen tun wir uns oft schwer“, gibt er zu. Das letz­te Jahr hat aber gezeigt, dass man Spit­zen­leis­tun­gen erbrin­gen kann. Es bleibt also spannend.