Foto: © Swet­lana Wall — stock.adobe.com

Der Som­mer ruft …

von | Jun 20, 2018 | Garten

Die Grillen zir­pen am Abend, vere­inzelte Glüh­würm­chen wur­den schon gese­hen, und so manch laue Nacht lässt uns lange im Garten ver­weilen – es begin­nt die schön­ste Zeit im Garten! Die Blüten­stau­den blühen mit den Rosen um die Wette! Es ist eine Zeit, um den Garten zu bewohnen – dafür pflegt und hegt man ihn ja schließlich das ganze Jahr! Aber trotz­dem bleibt einiges zu tun:

Die let­zte Rasendün­gung mit einem guten organ­is­chen Langzeit­dünger wird jet­zt fäl­lig. Der Boden muss sich mit Nährstof­fen anre­ich­ern und unsere Helfer – die Bode­nor­gan­is­men – brauchen Fut­ter. Im Gemüsegarten wächst alles gut vor sich hin. Tomat­en wer­den aus­gegeizt (man ent­fer­nt die Seit­en­triebe, die aus den Blat­tach­seln kom­men), Klet­ter­bohnen schlin­gen sich hur­tig auf ihre Rankhil­fen, und es gibt in den meis­ten Gärten Salat in Hülle und Fülle. Hier darf man nicht vergessen, rechtzeit­ig kleine Men­gen frisch­er Jungpflanzen nachzuset­zen. Die Kohlweißlinge fliegen wieder! So hüb­sch die kleinen weißen Fal­ter anzuse­hen sind, wenn sie in kleinen Grup­pen im Gemüsegarten herum­flat­tern – ihre gel­ben Eiabla­gen an der Blat­tun­ter­seite der Kohlgewächse bzw. die sich daraus entwick­el­nden Rau­pen verur­sachen Kahl­fraß und kön­nen sog­ar größere Pflanzen zum Abster­ben brin­gen. Am besten sucht man die Pflanzen regelmäßig ab und ent­fer­nt die kleinen, gel­ben Eigelege – bevor sie zu wahrlich gefräßi­gen Rau­pen werden.

Alle Beete soll­ten jet­zt gut gemulcht sein. Das spart jede Menge Gießwass­er, ver­hin­dert eine zu starke Verunk­rautung und schützt den frucht­baren Boden vor Starkre­gen!  Erd­beeren lock­en in den Beeren­garten, und die ersten Ribisel und Stachel­beeren reifen. Nach der Ernte kön­nen alte (dun­kle) Triebe knapp über dem Boden ent­fer­nt wer­den. Eine kleine Gabe gut ver­rot­teten Kom­postes unter­stützt den Neuaus­trieb der jun­gen Triebe. Beeren­sträuch­er kann man gut mit groben Hackschnitzeln mulchen.  Eine Unterpflanzung mit Walderd­beeren sieht sehr hüb­sch aus, und auch wenn nie wirk­lich viel zu ern­ten ist – geschmack­lich sind sie unübertroffen!

In den Schwimm- und Gar­ten­te­ichen wach­sen die Fade­nal­gen heuer beson­ders gut. Der nährstof­fre­iche Saha­rasand sorgt gemein­sam mit den reich­lichen Blüten­pollen der ver­gan­genen Monate für einen hohen Nährstof­fge­halt im Wass­er – Fade­nal­gen lieben das! Am besten ent­fer­nt man sie mech­a­nisch: Sie lassen sich gut auf Stöck­en aufrol­len oder mit den Hän­den san­ft abfis­chen. Fade­nal­gen sind ein natür­lich­er Bestandteil jeden Teich­es. Ent­fer­nt man sie, ent­fer­nt man auch Nährstoffe. Als Mulch­ma­te­r­i­al auf Gemüse­beeten ver­sor­gen sie den Boden mit wertvollen Min­er­al­stof­fen. Wo es geht, sollte man einige Pol­ster im Teich belassen: Libellen brauchen diese grü­nen Pol­ster, um ihre Gelege abzule­gen. Wo man sie nicht haben möchte, sollte man sie rechtzeit­ig ent­fer­nen, ehe sie sich an Steinen und Kieseln festkrallen.

Auf den – vor allem älteren Pflaster­flächen – kön­nen Unkräuter jet­zt zur Plage wer­den. Sie mit Fugenkratzer oder Schrauben­zieher auf Knien zu ent­fer­nen macht wenig Freude. Hier haben sich Gas-Fläm­mer oder Flächen­dampfer bewährt. Sie bren­nen die ungeliebten Kräuter rest­los ab oder ver­nicht­en sog­ar die Wurzeln durch ein­drin­gen­den, heißen Wasser­dampf. Die meis­ten Geräte sind sehr benutzer­fre­undlich und scho­nen mit ihren lan­gen Lanzen den Rücken.

Ich wün­sche Ihnen in dieser schö­nen Jahreszeit aber auch viel Ruhe und Entspan­nung im Garten – sei es im Lieges­tuhl oder in gesel­liger Runde! Genießen wir unsere Gärten – dafür haben wir sie ja schließlich angelegt!

Ihre Gärt­ner­meis­terin
Ger­linde Blauensteiner