Gün­ther und Tina Kodym mit Toch­ter Katha­ri­na und zwei der Wei­de­hüh­ner / Foto: Rehberger

Im Ein­klang mit der Natur in Seebenstein

von | Okt 11, 2018 | Archiv

Weil ihr gesun­de Ernäh­rung sehr wich­tig ist, fing Tina Kodym irgend­wann an, Obst und Gemü­se im Ein­klang mit der Natur selbst anzu­bau­en. Schnell inter­es­sier­ten sich auch Fami­lie und Freun­de für ihre Ern­te. Bis sie schließ­lich vor Kur­zem mit „Tinas Kuch­lgartl“ den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit wagte.

Seit weni­gen Wochen kann sich die See­ben­stei­ne­rin offi­zi­ell Land­wir­tin nen­nen. Sie hat alle For­ma­li­tä­ten abge­schlos­sen, um als Bäue­rin tätig zu sein. Dass es so weit kommt, ver­dankt Tina Kodym der Tat­sa­che, dass sie sehr dar­auf ach­tet, was bei ihrer Fami­lie auf den Tel­ler kommt. „Wenn wir beim Mit­tag­essen sit­zen und ich stel­le fest, dass alles, Fleisch, Gemü­se und Kräu­ter, aus dem eige­nen Gar­ten kommt, freut mich das beson­ders“, so Kodym. Begon­nen hat alles in klei­ne­rem Rah­men. Der Über­schuss an Ern­te­pro­duk­ten wur­de an Freun­de und Fami­lie ver­teilt und die Rück­mel­dun­gen waren sehr posi­tiv. So kam zum gro­ßen Gar­ten schließ­lich ein wei­te­res Grund­stück dazu. Und lang­sam reif­te auch der Gedan­ke, all das nicht mehr nur für den Eigen­be­darf anzubauen.

Am Nach­bar­grund­stück wird der eige­ne Anbau seit­her jähr­lich um ein paar Bee­te erwei­tert. Lege­hen­nen und Wei­de­hüh­ner sind hier eben­so daheim wie Kaninchen.

Einer der Haupt­grün­de, war­um die Neo-Land­wir­tin sich mit der Idee, mit einer eige­nen klei­nen Pro­duk­ti­on selbst­stän­dig zu machen, anfreun­den konn­te, war die Mög­lich­keit, neben­bei noch genug Zeit für die vier Kin­der zu haben. Hil­fe kommt auch von ihrem Mann, der als Leh­rer an der Land­wirt­schaft­li­chen Fach­schu­le in Warth zusätz­li­ches Know-how mit­bringt. Ist es da nicht manch­mal schwie­rig, sein eige­nes Ding durch­zu­zie­hen? „Wir haben einen Deal“, ver­rät Tina Kodym. „Der ursprüng­li­che Küchen­gar­ten des Hau­ses bleibt allei­ne mein Reich, über den Rest kön­nen wir diskutieren.“

Eigent­lich ist die Betrei­be­rin von „Tinas Kuch­lgartl“ gelern­te Bank­kauf­frau. Spä­ter arbei­te­te sie auch als Reli­gi­ons­leh­re­rin an einer Volks­schu­le. Als Bäue­rin fühlt sie sich nun aber angekommen.

„Es ist noch nicht abseh­bar, wie gut sich das ent­wi­ckeln wird, mir ist aber wich­tig, sozi­al ver­ant­wort­lich zu pro­du­zie­ren, im Ein­klang mit der Natur und unbe­han­delt. Wir ernäh­ren uns aus­schließ­lich sai­so­nal, und das will ich auch weitergeben.“