Bür­ger­meis­te­rin Michae­la Wal­la mit den Ver­tre­tern des Bun­des­hee­res bei den Hoch­was­ser-Repa­ra­tur­maß­nah­men Foto: Gemein­de Warth

Haß­bach: Vor­keh­run­gen für Wassermassen

von | Nov 26, 2018 | Archiv

Die star­ken Unwet­ter die­sen Früh­som­mer tra­fen die Gemein­de Warth und ihre Orts­tei­le beson­ders hart. Wie man künf­tig zumin­dest die schlimms­ten Über­schwem­mun­gen ver­hin­dern kann, steht in der Haß­bach­tal­stu­die. Die Umset­zung ist zwar nicht ganz ein­fach, dürf­te nun aber auf Schie­ne sein.

„Wir sind opti­mis­tisch, ein Groß­teil der Grund­ei­gen­tü­mer hat ihr Ein­ver­ständ­nis signa­li­siert“, so Bür­ger­meis­te­rin Michae­la Wal­la. Kon­kret geht es um den Bau von drei Hoch­was­ser­rück­hal­te­be­cken, die im Rah­men der Haß­bach­tal­stu­die als not­wen­dig ange­se­hen wur­den, um die Gemein­de Warth und die Orts­tei­le Haß­bach und Kir­chau vor ver­hee­ren­den Über­schwem­mun­gen zu schützen.

Im Herbst fand die Prä­sen­ta­ti­on der Haß­bach­tal­stu­die für die Bevöl­ke­rung in der Alten Schu­le in Kir­chau statt. Der Gebiets­bau­amts­lei­ter der Wild­bach­ver­bau­ung Hein­rich Grün­wald erläu­ter­te die Eck­da­ten der Stu­die aus dem Jahr 2015. Dar­über hin­aus wur­den auch die Grund­ei­gen­tü­mer ein­ge­la­den, um sie zu infor­mie­ren. „Die­se sind ganz wich­ti­ge Part­ner für die Umset­zung der Hoch­was­ser­schutz­maß­nah­men“, so Wal­la und erklärt das wei­te­re Vor­ge­hen. „Sei­tens der Gemein­de wur­den in den letz­ten Wochen Bege­hun­gen mit den Lie­gen­schafts­ei­gen­tü­mern und den Ver­tre­tern der Wild­bach­ver­bau­ung durch­ge­führt. Ziel war es, Opti­ons­ver­trä­ge abzu­schlie­ßen. Sind die­se Ver­trä­ge dann vor­han­den, kann mit der Pla­nung begon­nen wer­den.“ Laut Wal­la sind bereits mehr als die Hälf­te der Grund­be­sit­zer einverstanden.

Als wei­te­rer Schritt wer­den Infor­ma­tio­nen und Erfah­run­gen der Bewoh­ner gesam­melt. Mög­li­che wei­te­re Plät­ze für Wild­holz- und Geschie­be­rück­halt wer­den erkun­det. Das kom­plet­te Pro­jekt kann nach den Ver­trags­ab­schlüs­sen aus­ge­ar­bei­tet und die was­ser­recht­li­chen und natur­schutz­recht­li­chen Geneh­mi­gun­gen ein­ge­holt werden.

Kon­kret sind Rück­hal­te­be­cken und auch Flut­mul­den ent­lang des Haß­bachs ange­dacht. „Ein hun­dert­pro­zen­ti­ger Schutz wird vor­aus­sicht­lich nie erreicht wer­den kön­nen. Jedoch wird die Hoch­was­ser­si­tua­ti­on, so die Stu­die in der vor­lie­gen­den Form umge­setzt wird, deut­lich ver­bes­sert wer­den kön­nen“, so die Bür­ger­meis­te­rin. Einen seriö­sen Zeit­plan kön­ne man nicht vor­le­gen, da erst dann mit der Pla­nung der Umset­zung begon­nen wer­den kön­ne, wenn alle Eigen­tü­mer mit an Bord sind.