Von links: Autor Her­mann Bern­stei­ner, Stu­di­en­lei­ter Ger­hard Floß­mann und Grim­men­steins Bür­ger­meis­ter Engel­bert Pichler 

Her­r­­got­t­­schni­t­­zer-Buch als Detektivarbeit

von | Nov 26, 2018 | Archiv

Im Rah­men sei­ner Aus­bil­dung zum Regio­nal- und Hei­mat­for­scher wid­me­te sich Her­mann Bern­stei­ner aus Grim­men­stein im Zuge sei­ner Abschluss­ar­beit dem Leben und Schaf­fen von Joseph Ange­ler, dem Herr­gott­schnit­zer aus der Pfar­re Edlitz. Das ist auch der Titel des Buches, das nun erschie­nen ist.

Joseph Ange­ler (1818 – 1898) war für Bern­stei­ner ein völ­lig Unbe­kann­ter. Erst als er sich auf die Suche nach einem pas­sen­den The­ma für sei­ne Abschluss­ar­beit mach­te, stieß er auf den Herr­gott­schnit­zer. Der Pfar­rer von See­ben­stein mach­te ihn auf das Schaf­fen des Künst­lers auf­merk­sam, denn die See­ben­stei­ner Kir­che wur­de kom­plett von Ange­ler gestal­tet. Also mach­te sich Bern­stei­ner auf die Suche. „Ich habe bei Null begon­nen, aber mein his­to­ri­sches Inter­ess­se war schon immer groß“, so Bern­stei­ner. Sei­ne Recher­chen grenz­ten an Detek­tiv­ar­beit, und schließ­lich för­der­te er vie­le Details des Herr­gott­schnit­zers zu Tage. Zahl­rei­che Kir­chen der Regi­on tra­gen sei­ne Hand­schrift. Wo genau er auf­ge­wach­sen ist, ist hin­ge­gen nicht ganz klar. Mal heißt es, er leb­te in Tho­mas­berg, ein ande­res Mal ist von Edlitz die Rede. Sicher ist, dass er, als er beruf­lich erfolg­reich war, in Wie­ner Neu­stadt behei­ma­tet war.  Bern­stei­ner beschreibt in sei­nem Buch, das in einer Auf­la­ge von 300 Stück von der Gemein­de Grim­men­stein her­aus­ge­bracht wur­de, wie das Leben Angelers aus­ge­se­hen hat und wie er zu sei­nem guten Ruf weit über die Regi­on hin­aus gelangt ist. Das Buch ist am Gemein­de­amt erhältlich.

Detail­reich und kunst­voll ist das Werk von Josef Ange­ler, hier in der Pfar­re See­ben­stein / Fotos (2): Bernsteiner