Von links: Bgm. Josef Frei­ler, Dorf­er­neue­rungs­ob­mann Oth­mar Steu­rer-Pern­stei­ner, Leo­pold Luef (Dorf­er­neue­rung Zöbern), Initia­tor Fried­rich Gei­de­rer, Bgm. Alfred Brand­stät­ter (Zöbern), Bgm. Fer­di­nand Schwarz (Bad Schö­nau) und Wal­ter Ströbl (Dorf­er­neue­rung) / Foto: Gemein­de Krumbach

Neue Rou­te für Ernst-Ferstl-Gedankenweg

von | Nov 26, 2018 | Archiv

Seit zehn Jah­ren gibt es den „Gedan­ken­weg“ zwi­schen Krum­bach und Bad Schö­nau. Nun wird die­ser recht­zei­tig für die Lan­des­aus­stel­lung 2019 erneu­ert. Auch beim Ideen­wett­be­werb der Dorf­er­neue­rung wur­de das Pro­jekt eingereicht.

Der Krum­ba­cher Fried­rich Gei­de­rer woll­te dem ehe­ma­li­gen Leh­rer und Lyri­ker Ernst Ferstl, der im deutsch­spra­chi­gen Raum bereits mehr als 20 Bücher mit Sinn­sprü­chen ver­fasst hat, ein Denk­mal set­zen. So ent­stand auf Initia­ti­ve der Krum­ba­cher der Ernst-Ferstl-Gedan­ken­weg, der sowohl von den Bad Schö­nau­er Kur­gäs­ten als auch von Ein­hei­mi­schen ger­ne genutzt wird. Nach zehn Jah­ren wur­de es aber nun Zeit für eine Moder­ni­sie­rung. Gei­de­rer setz­te sich dafür ein, dass der Weg Teil des kul­tu­rel­len Ange­bots in der Regi­on bleibt, und die Dorf­er­neue­rung wur­de aktiv. Her­aus­ge­kom­men ist ein ganz beson­de­res Projekt.

Der Gedan­ken­weg soll künf­tig über drei Gemein­den (Krum­bach, Bad Schö­nau, Zöbern) füh­ren, bezirks­über­grei­fend und rund 15 Kilo­me­ter lang. Der Weg beginnt in Bad Schö­nau und führt über das Krum­ba­cher Muse­ums­dorf ent­lang des Zöbern­ba­ches bis ins Zen­trum von Zöbern. Jeweils am Beginn des Weges geben gro­ße Info­ta­feln einen Ein­blick in das Schaf­fen Ferstls.

Auf 20 Sta­tio­nen fin­den die Wan­de­rer dann ver­schie­dens­te Sprü­che, Gedan­ken und Lebens­weis­hei­ten Ferstls, der selbst in Zöbern lebt.

Tou­ris­mus und Naherholung

„Wir legen bei unse­rem Pro­jekt sehr gro­ßen Wert auf Nach­hal­tig­keit und Umwelt­be­wusst­sein“, so der Krum­ba­cher Dorf­er­neue­rungs-Obmann Oth­mar Steue­rer-Pern­stei­ner. So bestehen die Sta­tio­nen aus unbe­han­del­tem Lär­chen- und Dou­gla­si­en­holz. Letz­te­res wur­de von Alt-Lan­des­rat Franz Bloch­ber­ger gespen­det, der den Bau­stoff der LFS Warth für Ver­gleichs­stu­di­en über die Lang­le­big­keit ver­schie­de­ner Holz­ar­ten zur Ver­fü­gung gestellt hat.

Die Dorf­er­neue­rungs­ver­ei­ne der drei Gemein­den haben gemein­sam an der Pla­nung und Vor­be­rei­tung des Pro­jek­tes gear­bei­tet. Bei der Mon­ta­ge der Tafeln sol­len die Schü­ler der Poly­tech­ni­schen Schu­le in Krum­bach hel­fen, wodurch sie wert­vol­le Pra­xis sam­meln kön­nen. Auch auf die Zusam­men­ar­beit mit der LFS Warth (Abtei­lung Forst und Holz­bau) wird gro­ßer Wert gelegt.

„Wir wol­len mit dem Gedan­ken­weg ein ergän­zen­des Besu­cher­pro­gramm bie­ten“, so Steu­rer-Pern­stei­ner. Immer­hin kom­men bereits jetzt rund 250.000 Kur­gäs­te pro Jahr in die Regi­on und 120.000 Besu­cher zum Eis Greiss­ler in Krumbach.

Aber auch für die Ein­hei­mi­schen soll der neu gestal­te­te Weg als Nah­erho­lungs­ge­biet die­nen. Die genau­en Stand­or­te der Sta­tio­nen wur­den bereits bespro­chen. Zum Start der Lan­des­aus­stel­lung will man mit der Umset­zung fer­tig sein.