Vertreter des VOR, der Wirtschaft, der Poli­tik und des NÖ Mobil­itäts­man­age­ments testeten mit der Fir­ma Ret­ter den Elek­trobus bei ein­er Rund­fahrt von Neunkirchen nach Pit­ten und retour / Foto: Rehberger

Das Busun­ternehmen Ret­ter testete eine Woche lang einen E‑Bus für die Strecke Neunkirchen-Pit­ten. Damit will man nicht nur ein Zeichen für umwelt­fre­undlichen öffentlichen Verkehr set­zen, son­dern auch Erken­nt­nisse gewin­nen, die für die Zukun­ft umwelt­fre­undlich­er Mobil­ität entschei­dend sind.

Wo geht die Zukun­ft des öffentlichen Verkehrs hin, welche Tech­nolo­gien wer­den dabei entschei­dend sein, und wo find­et man Unter­stützer? Diesen Fra­gen stellt sich derzeit das Neunkirch­n­er Busun­ternehmen Ret­ter. Fir­menchef Her­mann Ret­ter ist seit Jahren ein überzeugter Fan der Elek­tro­mo­bil­ität. Der Auto-Fuhrpark ist bere­its mit E‑Fahrzeugen unter­wegs. Geht es nach Ret­ter, dann soll sich die Region zur Vorzeigere­gion in Sachen elek­trischen Öffentlichen Verkehrs entwick­eln. „Ich bin überzeugt, dass Elek­tro das The­ma der Zukun­ft ist. Es braucht aber Inno­va­tio­nen und die Bere­itschaft, gemein­sam pos­i­tive Schritte zu set­zen“, so Ret­ter. Eine dieser Inno­va­tio­nen ist der Elek­trobus der Fir­ma Solaris, den Ret­ter eine Woche testen kon­nte. Dafür wur­den Vertreter der Poli­tik, des Mobil­itäts­man­age­ments, der Wirtschaft und des VOR (Verkehrsver­bund Ostre­gion) ein­ge­laden, um sich selb­st ein Bild zu machen. 

Saubere Energie verpflichtend

Das The­ma ist jeden­falls drän­gend. Der VOR ist verpflichtet, ab 2021 einen gewis­sen Prozentsatz neuer Fahrzeuge aus „sauber­er Energie“ zu beziehen. Ab 2025 wird dieser Anteil nochmals erhöht.
Ohne Unter­stützung von VOR, Land und Bund werde es laut Her­mann Ret­ter nicht gehen. Nicht nur wegen der Vor­re­it­er­rolle, son­dern auch aus Kosten­grün­den. Derzeit kostet ein Elek­trobus das 2,5‑Fache eines „nor­malen“ Busses. Das Test­mod­ell hat eine Reich­weite von 150 bis 200 Kilo­me­tern. Mit ein­er Zwis­chen­ladung am Vor­mit­tag sei damit der Bedarf des öffentlichen Region­alverkehrs zu deck­en, ist Ret­ter überzeugt.
Wann die Bus­flotte elek­trisch durch­starten kann, hänge let­ztlich von der Unter­stützung durch Poli­tik und Wirtschaft ab.