Ani­ta Wag­ner in ihrem Shop in Thern­berg / Foto: Rehberger

Ani­ta Wag­ner aus Thern­berg hat sich mit „Mei­ne Wich­tel­wer­ke“ den Traum von der Selbst­stän­dig­keit erfüllt. Dabei hat die Ent­wick­lung ihres Geschäfts eine Dyna­mik bekom­men, mit der sie selbst nicht gerech­net hat.

„Ich war schon immer krea­tiv, habe sehr viel selbst gemacht, ob bas­teln, ein­ko­chen oder Kar­ten machen. Dann war ich mit mei­nem ers­ten Kind zuhau­se, und mir fiel ein, dass ich mit dem Nähen anfan­gen woll­te“, erin­nert sich Wag­ner an die Anfän­ge. Zunächst näh­te sie Zube­hör für das eige­ne Kind. Schnell kamen Bekann­te und Ver­wand­te, die auch an ihren Hand­ar­bei­ten inter­es­siert waren. Nach einem hal­ben Jahr stand die gelern­te Fri­seu­rin bereits mit ihren selbst­ge­mach­ten Acces­soires für Babys an einem Stand bei der Advent­mei­le in See­ben­stein. Das war vor fünf Jah­ren. „Von da an hat sich alles ganz schnell ent­wi­ckelt. Ich habe mir neben der Näh­ma­schi­ne eine Stick­ma­schi­ne zuge­legt und im Jahr 2015 mein Gewer­be ange­mel­det. Mit der zwei­ten Schwan­ger­schaft habe ich dann damit begon­nen, auch Kin­der­ge­wand anzu­fer­ti­gen“, so Wagner. 

Zwei­tes Standbein

Dabei hat sie sich viel selbst bei­gebracht, im Inter­net recher­chiert und Fach­li­te­ra­tur gele­sen. Schließ­lich hat sie bei der Innungs­meis­te­rin der Schnei­der ihre Befä­hi­gungs­prü­fung für die Her­stel­lung von Kin­der­klei­dung abge­legt. Heu­er mach­te sie auch die Prü­fung für Erwach­se­nen­klei­dung. Eigent­lich war „Mei­ne Wich­tel­wer­ke“ als zusätz­li­che beruf­li­che Absi­che­rung gedacht. Nach­dem das Inter­es­se aber immer grö­ßer wur­de, beschloss sie, sich ganz auf ihr Näh­hand­werk zu kon­zen­trie­ren. „Heu­te genie­ße ich es, mein eige­ner Chef zu sein. Und das mit einer Arbeit, die mir wahn­sin­nig viel Spaß macht.“
Bekannt­heit erlang­te sie durch diver­se Mes­se­teil­nah­men, wo ihre cha­rak­te­ris­ti­schen, bunt bedruck­ten Klei­dungs­stü­cke aus der Mas­se her­vor­sta­chen. Die Stof­fe für ihre Klei­dung bezieht sie aus Deutsch­land. Mitt­ler­wei­le beschäf­tigt sie zu beson­ders arbeits­rei­chen Zei­ten auch eine Hilfs­kraft. Seit letz­tem Jahr betreibt Ani­ta Wag­ner, nur weni­ge Meter von ihrem Wohn­haus in Thern­berg ent­fernt, auch einen klei­nen Shop mit ange­schlos­se­ner Werk­statt, wo sie viel Platz für ihre Krea­tio­nen hat.

Wichtelwerke
Foto: Reh­ber­ger