Foto: Rehberger

Wenn im März die offizielle Eröffnung des neuen Besucherzentrums in Bad Schönau über die Bühne geht, dann ist damit eines der größten von der Gemeinde durchgeführten Bauvorhaben abgeschlossen. Und der Ort hat nicht nur einen neuen Treffpunkt, sondern ein echtes Wahrzeichen. Das Sconarium hat aber nicht nur das Ortsbild maßgeblich verändert, sondern überzeugt vor allem durch seine „inneren Werte“.

Wenn man in den Ausstellungsbereich des Sconariums eintritt, dann ist das im wahrsten Sinne des Wortes ein Eintauchen. Denn jenes Heilgas-Vorkommen, das die Gemeinde als Kurort bekannt gemacht hat, wird hier mit allen Sinnen dargestellt. Man hört – Dank einer eigens für das Sconarium entwickelten Komposition – ein Plätschern und Gluckern. Man sieht die aufsteigenden Blasen und ist schon mitten drin in der Geschichte des CO²-Gases, das für uns Menschen lebensnotwendig ist.

Warum das so ist, wie das Leben mit CO² zusammenhängt und warum genau dieses Gas, das derzeit in der Diskussion sehr schlecht wegkommt, in Bad Schönau seine heilende Wirkung entfalten kann, all das erfährt man in dieser Ausstellung – auch von der ersten Entdeckung des Vorkommens in der Gemeinde, die damals Schönau im Gebirge hieß und von seinen Bewohnern ob der etwas abgeschiedenen Lage auch gerne Schönau im Gebüsch bezeichnet wurde.

Man begibt sich auf eine atemberaubende Reise durch das Erdzeitalter bis in die jüngste Vergangenheit und zum Aufstieg der Gemeinde vom „Gebüsch“ zum modernen Kurort.

Interaktiv und nachhaltig

Die Ausstellung gliedert sich in drei Bereiche. Von der Entstehung des natürlichen Kohlensäuregases über die historische Entwicklung bis zum Thema Heilgas und Gesundheit. Riesige Schautafeln geben ebenso Auskunft wie interaktive Touchscreen-Stationen, bei denen man tiefer in das Thema eintauchen kann. Für die jungen Besucher wurde der kleine „Blubbi“ entwickelt, der kindgerecht das Thema erklärt und auf eine Rätselreise mitnimmt.

Bevor man die Ausstellung verlässt, erfährt man vom Projekt „Lebensbaum“: „Für uns ist nicht nur die Gesundheit ein Anliegen, sondern auch die Natur. Deshalb pflanzen wir pro zehn verkaufte Eintrittskarten in die Ausstellung einen Baum“, so Bürgermeister Feri Schwarz.

Am Mittwoch, den 4. März, wird die Ausstellung eröffnet und ist dann jeweils von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Zusätzlich gibt es Termine für Gruppen. 

Neben der Ausstellung ist auch ein hochmoderner  Veranstaltungssaal entstanden, der technisch und akustisch alle Stücke spielt. Davon konnten sich die Besucher bereits bei einem Konzert Anfang Jänner überzeugen.

Das Ziel ist nun, dass das Sconarium ab nächstem Jahr auch Teil der NÖ-Card ist und Top-Ausflugsziel wird. Dazu braucht es 10.000 Besucher pro Jahr.

Auf www.sconarium.at erfährt man alles Wissenswerte, Öffnungszeiten und Termine.