Foto: © haen­son – stock.adobe.com

Der Herb­st rückt her­an: Noch scheint alles auf­grund der reich­halti­gen Feuchtigkeit frisch­er als in den let­zten Jahren. Für unsere Garten­bö­den war der nieder­schlagsre­iche Som­mer unbezahlbar wertvoll, denn wenn die Boden­feuchtigkeit in der Tiefe fehlt, kann auch an der Ober­fläche nichts gedeihen.

Diese Aus­gabe des „Boten“ hat sich der „Botin“ ver­schrieben und deshalb möchte ich gern Platz für liebge­wonnene Schön­heit­en schaf­fen – und aus­nahm­sweise nicht die vie­len wichti­gen Garte­nauf­gaben beschreiben.
Begin­nen wir im Spätwin­ter: Der echte Jas­min (Jas­minum nud­i­flo­rum) begin­nt im Jän­ner zu blühen – kräftig gelb, üppig und sehr pflegele­icht. Am lieb­sten wächst er über hohe Mauern, Böschun­gen, aber auch in Trö­gen. Ein „Must-have“ in Gärten mit langer Blühfolge!

Nach dem Win­ter­jas­min fol­gen die Blu­men­zwieberl. Ganz beson­ders schön: die weißen Dichter-Narzis­sen. Sie gedei­hen gut in der Blu­men­wiese, wenn sie spät gemäht wird, in Blüten­heck­en und in allen Beeten. Blu­men­zwieberl muss man im Herb­st ver­legen. Im Früh­ling liefern sie prachtvolle Gartenbilder.

Im Früh­som­mer eifern die Blüten­sträuch­er mit ihrer üppi­gen Blüte um die Wette. Ganz beson­ders schön und pflegele­icht ist Weigela „Bris­tol Ruby“. Der kom­pak­te Wuchs und die rote Blüte verza­ubern im Juni.

Im Hochsom­mer, wenn die Strauch­blüte vor­bei ist, kommt die Zeit der Rosen. Die Bern­stein­rose blüht uner­müdlich, gedei­ht in der Buck­li­gen Welt sehr gut und beein­druckt mit ihren goldgel­ben Blüten­büscheln von Juni bis Ende Sep­tem­ber. Ähn­lich ein­drucksvoll ist Rosa „Flam­men­tanz“, eine gesunde Sorte voller dunkel­rot­er Blütenbüschel.

Im Spät­som­mer haben die manier­lich wach­senden Hibisken den Höhep­unkt ihrer Blüte, allen voran Hibis­cus „Blue Bird“. Er wird bis 2,5 m hoch, wuchert nicht und besticht durch eine wochen­lange blitzblaue Blüte. Sein Lieblings­stan­dort ist trock­en und vollsonnig.

Für reich­lich Farbe im Früh­herb­st biete sich eine lila/​violette Pflanze mit dem klin­gen­den Namen „Les­pedeza thun­bergii“ an. Der anspruch­slose Buschk­lee blüht bis Novem­ber und verträgt Trock­en­heit gut.

Unverzicht­bar sind im Herb­st die leuch­t­end blauen Bart­blu­men, die von Insek­ten und Schmetter­lin­gen gerne besucht wer­den. Ihre Bode­nansprüche beschränken sich auf einen durch­läs­si­gen, mageren und trock­e­nen Standort.

Bis in den Spätherb­st schmück­en Gräs­er unsere Gärten. Ganz beson­ders wirkungsvoll ist das Lam­p­en­putzer­gras. Den Abschluss des Far­ben­reigens bildet die Herb­st­fär­bung der Laubge­hölze in den Far­ben des „Indi­an Sum­mer“. Fel­da­horn, Felsen­bir­nen und Aro­nia „Viking“ brin­gen goldgelbe, orange und warme Rot­töne in den Garten. Nehmen Sie sich im Herb­st Zeit zu beobacht­en und über­legen Sie, welche Pflanze in Ihrem Garten noch fehlt.

Ich wün­sche Ihnen einen prächti­gen Herb­st!
Her­zlichst,
Ihre Gärt­ner­meis­terin
Ger­linde Blauensteiner