Von links: Flo­ri­an Ker­schbaumer und Obmann Fritz Trim­mel von der Region mit Unternehmens­ber­ater Josef Vollmer bei der Präsen­ta­tion des neuen Leader-Pro­jek­ts / Foto: Rehberger

Die Region Buck­lige Welt – Wech­sel­land startet heuer ein neues Leader-Pro­jekt in Koop­er­a­tion mit der Wirtschaft­splat­tform Buck­lige Welt, der Wirtschaft­skam­mer und regionalen Unternehmern. Ziel ist es, dem Fachkräfte­man­gel durch gezielte Maß­nah­men ent­ge­gen­zuwirken, etwa durch pro­fes­sionelle Personalsuche.

Unter dem zugegeben­er­maßen etwas sper­ri­gen Titel „Entwick­lung ein­er regionalen Mitar­beit­er­strate­gie und ein­er regionalen Mitar­beit­er­marke“ hat sich die Region zum Ziel geset­zt, das The­ma Fachkräfte­man­gel selb­st in die Hand zu nehmen. Unternehmens­ber­ater Josef Vollmer war von Anfang an bei der Entwick­lung dabei und begleit­et das Pro­jekt. „Regionale Unternehmen find­en immer schw­er­er qual­i­fiziertes Per­son­al. Das wird sich auch durch die Coro­na-Pan­demie nicht ändern. Darum ist es notwendig, neue Wege zu gehen und unsere Unternehmen zu unter­stützen, neue Mitar­beit­er zu find­en und diese auch langfristig zu hal­ten. Das gilt selb­stver­ständlich auch für beste­hende Mitar­beit­er“, so der Experte. Die Region als Mitar­beit­er­marke („Employ­er Brand­ing“) ver­stärkt zu etablieren, ste­ht im Fokus. Das Mot­to lautet dabei „Wo wir gemein­sam leben und arbeit­en“. „Stu­di­en zeigen es schon lange – eine gute Ent­loh­nung ist wichtig, aber zu ein­er nach­halti­gen Mitar­beit­erbindung gehört mehr: Wertschätzung, im Betrieb aktiv einge­bun­den sein, pos­i­tives betrieblich­es Umfeld, Dig­i­tal­isierung, Woh­nungsange­bot sowie Sport‑, Fami­ien- und Kul­tur­ange­bote sind nur einige Schlag­wörter. Unsere Region hat viel zu bieten, um genau diese The­men in den Vorder­grund stellen zu kön­nen. Daher freue ich mich, gemein­sam mit Pilot-Unternehmen, Gemein­den und Insti­tu­tio­nen, Ange­bote und Aktiv­itäten zu entwick­eln, die dann alle regionalen Unternehmen nutzen kön­nen“, so Vollmer. Ein­er der Ideenge­ber im Hin­blick auf poten­zielle Lehrlinge war das Pro­jekt „Schule trifft Wirtschaft“ mit den NMS und PTS.

Region und Gemeinden

Umge­set­zt wird das Pro­jekt von der Leader-Region Buck­lige Welt – Wech­sel­land. Region­sob­mann Fritz Trim­mel: „Im gren­züber­schre­i­t­en­den RegioNet-Wirtschaft­spro­jekt hat sich bei allen Betrieben sowohl bei uns als auch bei den Nach­bar­re­gio­nen die Suche nach qual­i­fizierten Mitar­beit­ern als eines der wichtig­sten The­men für die Zukun­ft her­aus­gestellt. Aus der Diskus­sion dazu und den Wün­schen der Betriebe ist dieses Pro­jekt ent­standen.“ In einem ersten Schritt wur­den 15 regionale Pilot­fir­men aus unter­schiedlich­sten Branchen in der gesamten Region einge­bun­den und per­sön­liche Gespräche geführt, um her­auszufind­en, wo die Prob­leme liegen.

In einem näch­sten Schritt wer­den nun konkrete Ange­bote seit­ens der Region, der Gemein­den und der Kam­mer für die Unternehmer aber auch für die poten­ziellen Fachkräfte entwick­elt. Ein Beispiel: Bietet eine Gemeinde Vorteile wie etwa leist­bares Wohnen (ins­beson­dere für Junge), Aus- und Weit­er­bil­dungsmöglichkeit­en, Freizeit- und Kul­tur­ange­bote, eine prax­is­taugliche Kinder­be­treu­ung oder Nahver­sorgung, dann ist auch der Arbeits­stan­dort in dieser Gemeinde attrak­tiv­er und die Fachkräfte­suche dadurch leichter.

Auch die Wirtschaft ist in diesen Prozess involviert. „Die Wirtschaft­splat­tform fördert und unter­stützt dieses inno­v­a­tive Pro­jekt zur Mitar­beit­erfind­ung und ‑bindung. Wir wis­sen, wie drin­gend unsere Unternehmen in der Region nach Fachkräften suchen und mit diesem Pro­jekt soll ein Stan­dard geschaf­fen wer­den, der aufzeigen soll, mit welchen zusät­zlichen Anreizen ‚der Arbeit­splatz‘ in unser­er Region attrak­tiv sein kann. Mit Josef Vollmer, der durch seine langjährige Mitar­beit in der Wirtschaft­splat­tform die Sor­gen und Nöten unser­er Unternehmer sehr gut ken­nt, entwick­elt und betreut ein erfahren­er Fach­mann dieses Pro­jekt“, so Obmann Johann Ostermann.

Nach dem Pilot­pro­jekt sollen auch alle anderen Unternehmer der Region einge­bun­den wer­den. Etwa durch Schu­lungs­maß­nah­men (z.B.: pro­fes­sionelle Per­son­al­suche) oder Infomaterial.