Vio­la Karal (li.) und Olga Alex­and­ro­va machen gemein­sa­me Sache in Bezug auf die gro­ßen Künst­ler der Ver­gan­gen­heit / Foto: Vollnhofer

Der­zeit ent­steht eine Bro­schü­re über Kas­tel­lan Josef Voll­n­ho­fer und sein jahr­zehn­te­lan­ges Enga­ge­ment für die  Burg Kirch­schlag. Der Text dazu stammt von sei­ner Frau, der stu­dier­ten Sozio­lo­gin Olga Alex­and­ro­va, die groß­ar­ti­gen Zeich­nun­gen von Künst­le­rin Vio­la Karal. Das ist aber nicht das ein­zi­ge Pro­jekt, an dem die bei­den Frau­en mit Begeis­te­rung für Kunst und Lite­ra­tur gemein­sa­me Sache machen.

Bei­de stam­men aus dem sla­wi­schen Raum — Alex­and­ro­va ist gebür­ti­ge Rus­sin und lebt heu­te in Kirch­schlag, Karal stammt aus Bra­tis­la­va und lebt in Ober­pul­len­dorf – und bei­de ver­eint die Lie­be zu Kunst und Musik. Ken­nen­ge­lernt haben sie sich bei einer Ver­nis­sa­ge von Vio­la Karal. Nach die­ser ers­ten Begeg­nung ist der Kon­takt nie­mals abge­ris­sen. Fast täg­lich schrei­ben sie sich E‑Mails, zusätz­lich arbei­ten sie an gemein­sa­men Pro­jek­ten. „Die Che­mie zwi­schen uns hat gleich gestimmt und ich freue mich immer über unse­ren Gedan­ken­aus­tausch. Schon von Anfang an hat­ten wir die Idee, dass wir zusam­men­ar­bei­ten wol­len und recht schnell ist eine enge Freund­schaft ent­stan­den“, so Alex­and­ro­va. Seit eini­gen Jah­ren schreibt die gebür­ti­ge Rus­sin für ein renom­mier­tes rus­si­sches Lite­ra­tur­ma­ga­zin „Russ­ko­je Pole“, was über­setzt so viel wie „Rus­si­sche Erde“ heißt. Auf rund 300 Sei­ten wird in die­sem Lite­ra­tu­ral­ma­nach etwa vier­mal im Jahr ein Blick auf gro­ße künst­le­ri­sche Per­sön­lich­kei­ten gewor­fen. Meh­re­re Tex­te dazu stam­men jeweils von Alex­and­ro­va, Vio­la Karal malt dazu die Bilder. 

Gemein­sam für die Burg

Als Olga Alex­and­ro­va die Idee hat­te, eine Bro­schü­re  zur Burg Kirch­schlag und Kas­tel­lan Josef Voll­n­ho­fer zu gestal­ten, war Vio­la Karal sofort mit dabei. Nach einem Gespräch mit Bür­ger­meis­ter Josef Frei­ler konn­te die Idee in die Tat umge­setzt wer­den. Neben infor­ma­ti­ven Tex­ten aus der Feder von Alex­and­ro­va wird Karal die Bro­schü­re mit ganz­sei­ti­gen Gra­fit­zeich­nun­gen ver­schie­de­ner Burg-Ansich­ten ergän­zen. Läuft alles nach Plan, soll das Heft im Mai 2022 erschei­nen – inklu­si­ve einer Aus­stel­lung mit den Ori­gi­nal-Zeich­nun­gen. Die Zusam­men­ar­beit der bei­den ist damit aber nicht been­det. Ihr neu­es Pro­jekt betrifft ein gemein­sa­mes Buch, in dem unter dem Titel „Glanz der Ver­gan­gen­heit“ ihre gesam­mel­ten Lite­ra­tur­ge­schich­ten erschei­nen sollen.