Von links: Mari­an­ne Lackin­ger, Moni­ka Fabits und Kathi Hand­ler vor dem Kost-nix-Laden in Edlitz. Foto: Rehberger

Seit rund einem Jahr gibt es den Kost-nix-Laden in Edlitz. Gegrün­det wur­de die­ser, um Spen­den für die HSP-For­schung zu sam­meln. Zusätz­lich wird auch für arme Fami­li­en und Kin­der gesammelt.

Um die For­schung der schwe­ren neu­ro­lo­gi­schen Erkran­kung HSP vor­an­zu­trei­ben, hat die Fami­lie Lackin­ger aus Edlitz mit einem zwei­ten Paar den Ver­ein „Stopp HSP“ gegrün­det. Mit den Spen­den, die sie nor­ma­ler­wei­se über Ver­an­stal­tun­gen oder Kon­zer­te sam­meln, wol­len sie die Fort­schrit­te der For­schung vor­an­brin­gen. Nur sind seit dem Aus­bruch der Coro­na-Pan­de­mie Kon­zer­te kaum mög­lich und bereits orga­ni­sier­te Ver­an­stal­tun­gen muss­ten wie­der abge­sagt wer­den. Also hat­te Mari­an­ne Lackin­ger eine neue Idee. Inspi­riert durch den Klei­der-Tausch-Markt in Edlitz dach­te sie, dass es eine sol­che Ein­rich­tung dau­er­haft geben soll­te, und mach­te sich auf die Suche nach einem pas­sen­den Geschäfts­lo­kal. Fün­dig wur­de sie schließ­lich bei Fami­lie Ernst, mit­ten im Ort. Dort, wo frü­her eine Bäcke­rei behei­ma­tet war, zog der Kost-nix-Laden ein.

Das Prin­zip ist ein­fach: Jeder bringt, was nicht mehr gebraucht wird, sau­ber und in Ord­nung ist. Lackin­ger und ihre bei­den Mit­strei­te­rin­nen Moni­ka Fabits und Kathi Hand­ler küm­mert sich um das Geschäft, sor­tie­ren und schlich­ten alles ein. Jeden Frei­tag von 15 bis 18 Uhr oder nach tele­fo­ni­scher Vor­anmel­dung kön­nen die Kun­den durch das Sor­ti­ment stö­bern. Von Gewand über Spiel­sa­chen bis zu Schu­hen oder Geschirr ist der Kost-nix-Laden eine wah­re Fund­gru­be. „Kost-nix“ bedeu­tet in dem Fall aber nicht, dass man sich ein­fach alles nimmt, was einem gefällt und wie­der geht. Zum einen dient der Shop als Spen­den­sam­mel-Mög­lich­keit für den „Stopp HSP“-Verein. Den Betrei­be­rin­nen ist es auch wich­tig zu beto­nen, dass die Din­ge, die hier lan­den, einen Wert haben und dass man auch ent­spre­chend damit umgeht. Wie groß die Hilfs­be­reit­schaft ist, wur­de vor Weih­nach­ten deut­lich, als im Rah­men der „Schuh­schach­tel-Akti­on“ Pake­te für Fami­li­en und Kin­der in Not gesam­melt wur­den. Rund 300 Schuh- und Bana­nen­kar­tons wur­den mit den wich­tigs­ten Din­gen befüllt und von regio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen nach Alba­ni­en, Rumä­ni­en und Ungarn gebracht, um armen Men­schen eine Weih­nachts­freu­de zu berei­ten. Auf­grund des gro­ßen Erfolgs gibt es ab sofort eine neue Sam­mel-Akti­on: Die Orga­ni­sa­ti­on „Mary‘s Meals“ hat ein Ruck­sack-Pro­jekt ins Leben geru­fen, um Kin­dern in Afri­ka den Schul­all­tag zu erleich­tern. Gesam­melt wer­den dafür nicht mehr benö­tig­te Schul­ruck­sä­cke, die mit Schul­ma­te­ria­len und Din­gen des täg­li­chen Bedarfs befüllt wer­den. Alle Infos dazu und zu den Akti­vi­tä­ten des Kost-nix-Ladens sowie den Kon­takt fin­det man auf der Web­site der Gemein­de Edlitz.

Die gro­ße Weih­nachts­lie­fe­rung für Fami­li­en und Kin­der / Foto: Fabits