Maria Schwarz, der neue Aus­stel­lungs­lei­ter Josef Schuch, Autor Ger­hard Loi­bels­ber­ger, der bis­he­ri­ge Aus­stel­lungs­lei­ter Mar­tin Lech­ner und Bgm. Johann Lind­ner / Foto: Rehberger

Die heu­ri­ge Sai­son in der Erz­her­zog Johann-Doku­men­ta­ti­on in Thern­berg star­tet am 28. Mai mit einer ganz beson­de­ren Ver­an­stal­tung. Prä­sen­tiert wird ein kuli­na­ri­scher Kri­mi, der zur Zeit des Erz­her­zogs in Thern­berg spielt, beglei­tet von vier kuli­na­ri­schen Sta­tio­nen. Ein wür­di­ger Auf­takt zum heu­ri­gen Jubi­lä­ums­jahr: Seit 40 Jah­ren gibt es das Muse­um bereits in Thern­berg, ab heu­er auch mit einem neu­en Obmann.

Irgend­et­was Selt­sa­mes geht vor bei den Thern­ber­gern. Zunächst gibt es ermor­de­te Zie­gen, dann sind die Meri­no-Scha­fe des Erz­her­zogs ver­schwun­den und schließ­lich fehlt auch noch das Pferd des Mül­lers – schnell ist klar: Ein Sabo­teur schleicht sich im Dorf her­um, der die Neue­run­gen des Erz­her­zogs zunich­te­ma­chen will. Die Kri­mier­zäh­lung „Lie­si, Läm­mer, Och­sen­na­sen“ wur­de von Autor Ger­hard Loi­bels­ber­ger extra für die Thern­ber­ger zum Jubi­lä­ums­jahr der Erz­her­zog Johann-Doku­men­ta­ti­on geschaf­fen. Die span­nen­de Geschich­te spielt um 1820, als sich die Herr­schaft Thern­berg im Besitz von Erz­her­zog Johann befand. Vie­les aus die­ser Zeit ist über­lie­fert, wie zahl­rei­che Inno­va­tio­nen, die der moder­ne, weit­ge­reis­te Erz­her­zog zu den Land­wir­ten in die Regi­on brach­te. Dabei spielt auch die Kuli­na­rik eine ent­schei­den­de Rol­le. Der Ade­li­ge brach­te nicht nur die Kar­tof­fel in die Regi­on, son­dern sorg­te für vie­le Berei­che­run­gen des zuvor eher ein­tö­ni­gen Speiseplans.

Die­ser Umstand wird auch bei der Sai­son­er­öff­nung der Doku­men­ta­ti­on am 28. Mai gewür­digt, und zwar mit einem „Din­ner“ der beson­de­ren Art. Mit dabei sind auch die Ver­tre­ter des noch rela­tiv jun­gen Dorf­er­neue­rungs­ver­eins Thern­berg, der die Akti­vi­tä­ten rund um die Aus­stel­lung künf­tig unter­stützt. Und der neue Aus­stel­lungs­lei­ter: Nach „40 Jah­ren Lech­ner“ wie der bis­he­ri­ge Aus­stel­lungs­lei­ter Mar­tin Lech­ner beton­te (er über­nahm den Pos­ten von sei­nem Vater), sei es genug. Er legt die Auf­ga­ben in die Hän­de von Josef Schuch, der sich bereits seit vie­len Jah­ren für die Doku­men­ta­ti­on enga­giert. Es pas­siert also viel im heu­ri­gen Aus­stel­lungs­jahr und das „Din­ner“ ist dazu der Auf­takt. Los geht es um 17 Uhr, dann gibt Autor Ger­hard Loi­bels­ber­ger an vier Sta­tio­nen jeweils eine Pas­sa­ge der Kri­mier­zäh­lung zum Bes­ten, die kuli­na­risch beglei­tet wird. Von Zie­gen­kä­se­bäll­chen über Most bis hin zu Lamm­fleisch­la­berl, Tafel­spitz mit Erd­äp­feln und natür­lich einer Apfel-Nach­spei­se reicht das Menü. Für die musi­ka­li­sche Beglei­tung sorgt die „Gsoll­berg Musi“. Eine Anmel­dung ist erfor­der­lich, alle Infos dazu fin­den sich auf der Web­site der Gemein­de.
Das Kri­mi-Din­ner ist aber nur der Auf­takt zum Jubi­lä­ums­jahr. Ab dann ist die Aus­stel­lung wie­der bis ein­schließ­lich 26. Okto­ber geöff­net. Im Lau­fe des Som­mers wird die Doku­men­ta­ti­on außer­dem umge­stal­tet und erhält einen wei­te­ren Raum im Pfarrhof.

Sai­son­er­öff­nung Erz­her­zog Johann-Doku­men­ta­ti­on
28.5., 17 Uhr, Mes­ner­haus Thernberg