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Die Tem­pe­ra­tu­ren klet­tern auf über 30° C, die Näch­te sind mild und wir kön­nen end­lich wie­der im Gar­ten woh­nen! Vie­le Gar­ten­ar­bei­ten gehen jetzt neben­bei, weil man ohne­hin fast jeden Tag drau­ßen ist.

Im Gemü­se­gar­ten sind der­zeit fast nur Pfle­ge­ar­bei­ten zu tun. Wenn man in der Buck­li­gen Welt zu rei­fen Toma­ten kom­men will, emp­fiehlt es sich, die Pflan­zen aus­zu­g­ei­zen. Dazu schnei­det man die Trie­be, die sich ober­halb der Blät­ter aus der Blatt­ach­sel bil­den, ein­fach weg. Toma­ten set­zen nur am Haupt­stamm star­ke Frucht­trie­be an. Busch­boh­nen und Lauch wer­den jetzt noch ein­mal ange­häu­felt. Dazu lockert man den Boden rund­her­um und formt klei­ne Hügel aus Erde um die Pflan­zen. Der Lauch erhält dadurch schö­ne wei­ße Stiele.

Vogerl­sa­lat und Spi­nat kön­nen jetzt für die Herbst­ern­te oder zum Über­win­tern ange­sät wer­den. Im Beer­engar­ten ist die Ern­te von Ribi­sel, Honig­bee­re und Sta­chel­bee­ren bald vor­bei. Nach der Ern­te soll­te man die jeweils ältes­ten Trie­be boden­nah abschnei­den, die Pflan­zen mit rei­fem Kom­post oder guter Pflan­zer­de anhäu­feln und dün­gen. Dabei ist es egal, ob man Brenn­nes­sel­jau­che ansetzt oder einen bio­lo­gi­schen Lang­zeit­dün­ger ver­wen­det – Haupt­sa­che, man düngt! Bee­ren­sträu­cher lie­ben dicke Mulch­schich­ten, die aber nicht am Strauch anlie­gen sollen.

In tro­cke­nen Zei­ten fin­den sich oft Amei­sen im Gemü­se­gar­ten ein. Hier genügt regel­mä­ßi­ges star­kes Wäs­sern, um sie zu vertreiben.

Im Som­mer ist der Gar­ten vol­ler Insek­ten. Glüh­würm­chen leuch­ten an lau­en Aben­den in unse­ren – natur­na­hen – Gär­ten, Koli­bri-Fal­ter bestäu­ben die Trich­ter­blü­ten und Schmet­ter­lin­ge erfreu­en sich am Laven­del. Wer stol­zer Besit­zer eines Gar­ten- oder Schwimm­tei­ches ist, kann jetzt eine Viel­zahl von Libel­len beob­ach­ten. Ab ca. 26° C Was­ser­tem­pe­ra­tur bil­den sich in den Tei­chen ver­stärkt Algen. Das ist ein völ­lig natür­li­cher Vor­gang. Nach eini­ger Zeit lösen sich die Algen wie­der auf. Faden­al­gen kann man gut mit einem Stöck­chen abfi­schen und kom­pos­tie­ren oder als Mulch ver­wen­den. Libel­len set­zen ihre Gele­ge auf Faden­al­gen­pols­ter im Rand­be­reich der Tei­che. Im Som­mer also bit­te eini­ge Algen­fle­cken belas­sen, am bes­ten zwi­schen hohen Sumpf­grä­sern, wo es nicht so auf­fällt. Jedes Algen­be­kämp­fungs­mit­tel scha­det dem Leben und somit den Pflan­zen im Teich. Mit Mikro­or­ga­nis­men kann man das Teich­was­ser aber unter­stüt­zen. Wer einen Spru­del­stein oder Was­ser­fall hat, soll­te die Pum­pe nur in der Nacht ein­schal­ten, damit das Was­ser bes­ser abkühlt. In der Mit­tags­hit­ze heizt sich das Teich­was­ser, wenn es über die Stei­ne fließt, sonst zu stark auf.
Bei star­ker Hit­ze soll­te sel­te­ner gemäht wer­de. Der Rasen wächst so oder so lang­sa­mer. Die län­ge­ren Hal­me schat­tie­ren den Boden und ver­hin­dern zu star­ke Aus­trock­nung. Wenn man Rasen­flä­chen gie­ßen will, soll­te man das sel­ten und dafür durch­drin­gend tun, damit die Grä­ser ange­regt wer­den, tief zu wurzeln.

Für vie­le Men­schen ist der Som­mer auch Urlaubs­zeit. Und was gibt es Schö­ne­res, als im Schat­ten unter einem Baum zu lie­gen und ein gutes Buch zu lesen? Ich wün­sche Ihnen ent­spann­te Tage und laue Aben­de im Garten!

Ihre Gärt­ner­meis­te­rin
Ger­lin­de Blauensteiner