Fabian Blochberger alias FabFox in seinem Reich in der Krumbacher „Kuhlisse“ / Foto: Schwendenwein

Vom internationalen Scheinwerferlicht zur täglichen Show in der „Kuhlisse“  beim Eis Greissler in seiner Heimatgemeinde Krumbach: Der „Bote“ sprach mit Fabial Blochberger alias FabFox über seine aufregenden letzten Monate, seine Wurzeln in der Buckligen Welt und was er nach diesem magischen Sommer vor hat.

Von Jahresbeginn bis Anfang Juli verbrachte Fabian Blochberger mehr Nächte in Hotelzimmern als in seinem Zuhause in Krumbach. Der 28-Jährige trat als FabFox auf Kreuzfahrtschiffen in der Karibik auf, verzauberte das Publikum bei „Britain’s Got Talent“ und war österreichweit gefragter Interviewpartner in den Medien. Trotzdem – oder vielleicht gerade auch deswegen – bespielte er den ganzen Sommer über die „Kuhlisse“ am Schaubetrieb seiner Eltern, dem Eis-Greissler in Krumbach. Zweimal am Tag sorgte er dabei für einen „magischen“ Sommer. Inspiration dafür holte er sich bei seinen Besuchen in den USA und seinem Aufenthalt in London. „In Las Vegas gibt es zahlreiche Shows, die parallel stattfinden“, erzählt er mit einem Leuchten in den Augen. Und aus London habe er mitgenommen, wie spontan man bei Live-Auftritten reagieren kann und muss. 

Große Bühne zum Ausprobieren

Das Publikum zu Hause, erzählt er, schätze er besonders. Hier habe er eine große Bühne zum Ausprobieren. In Krumbach entstehe, was er später auf seinen Tourneen zeige. Die Bühne daheim ist sein Trainingsort, wobei: „Mittlerweile hat sich eine Routine eingespielt. Wirklich schief geht kaum noch was“, schmunzelt Blochberger. 

Von Träumen und harter Arbeit

Beim Gespräch im großen Besprechungsraum des elterlichen Betriebes ist eines deutlich zu spüren: Hier werden große Träume Wirklichkeit. An der Wand prangt ein Plakat mit einem Walt-Disney-Zitat. „Um große Träume zu verwirklichen, braucht es Menschen, die sie umsetzen.“ Fabian Blochberger ist so ein Mensch. Sein großes Vorbild ist der Entfesselungskünstler Houdini, und die Show, die er den Sommer über in Krumbach zeigte, eine Hommage an den weltbekannten Magier. In der „Kuhlisse“ zeigt der 28-Jährige dem „Boten“ seine sommerliche Wirkungsstätte, bevor der große Ansturm losbricht. Er streift durch die noch leeren Besucherränge und nimmt anschließend in der Mitte des Raumes Platz – und füllt den Raum dabei ganz aus.  Hier ist Fabian Blochberger auch Stunden, bevor seine Show beginnt, sichtlich in seinem Reich. Während er den Blick durch den Saal schweifen lässt, erzählt er von seinen Plänen nach dem Sommer. Im nächsten Jahr will er mit seinem „magischen“ Programm wieder auf Tournee gehen – dieses Mal in Deutschland.  „Künstler sein, das ist harte Arbeit“, erklärt Blochberger, der sich mit den Shows zu Hause beim Eis-Greissler das Budget für seine neuen Vorhaben erarbeitet. 

Geschichten statt Schnelllebigkeit

Der 28-Jährige ordnet sich selbst irgendwo zwischen der Generation der Millennials und der Gen Z ein. Die sozialen Medien nimmt er kritisch wahr. Die Plattform „Tiktok“ nutze er beispielsweise gar nicht. Sein „Kanal“ sei Instagram – allerdings mit Maß und Ziel. Um seine Shows zu konzipieren, braucht es jede Menge Konzentration. „Wenn ich zu lange auf Social Media unterwegs bin, merke ich sofort, wie ich den Fokus verliere. Es breitet sich eine regelrechte Leere aus“, fasst er zusammen. Seine Shows sollen jedenfalls nicht mit der Schnelllebigkeit und kurzen Aufmerksamkeitsspanne des Internets mitlaufen. „Ich möchte dem Publikum eine Geschichte erzählen“, meint FabFox. Und dafür braucht es auch ein bisschen Zeit. Diese Zeit nimmt sich der 28-Jährige für sein Publikum gerne. „Wenn ich die Menschen mit meinen Shows eine Zeit lang aus dem Alltag reißen und begeistern kann, dann habe ich mein Ziel erreicht“, so der junge Künstler.