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Der Juni bringt bunte Blütenzeit in den Garten! Weigelien und Deutzien biegen sich förmlich unter der Blütenlast, und der Sommerjasmin verströmt seinen lieblichen Duft – ein Fest für die Bienen und alle anderen Insekten!

Im Gemüsegarten ist die gröbste Arbeit getan. Sobald die Pflänzchen der Fruchtgemüse und die Süßkartoffeln ausgepflanzt sind und alle Sämlinge zu sehen sind, wird noch einmal gründlich gejätet und sanft gelockert. Ab dann wird nach jedem Mähen mit Grasschnitt dünn abgedeckt. So bleibt der Boden gleichmäßig feucht und Unkraut kann nicht so leicht keimen. Die Mulchdecke schützt auch vor Starkregen. Wichtig für alle Blütenstauden (Margariten, Glockenblumen, Lungenkraut …) ist der fachgerechte Rückschnitt nach der Blüte. Oft sieht der Blatthorst nach der Blüte noch recht ordentlich aus. Ohne Rückschnitt vergilbt das Laub aber nach und nach. Werden die Stauden gleich nach der Blüte auf ca. fünf bis acht Zentimeter geschnitten, treibt ein frischer Blatthorst nach, der dann bis in den Herbst hinein ordentlich hält. Ausnahme sind  hier die Pfingstrosen, bei denen man nur bis zum dritten Blatt abschneidet. 

Die Rasenflächen sind jetzt fast alle dicht und kräftig grün. Damit das so bleibt, sollte Ende Juni das letzte Mal mit einem guten biologischen Langzeitdünger gedüngt werden. Ab Juli nehmen die Rasengräser fast keinen Dünger mehr auf. Meist genügt es dann, alle zwei Wochen zu mähen. Es tut dem Rasen bei starker Hitze gut, wenn er etwas länger steht, weil der Boden so besser gegen die Sonne geschützt ist. Wer seinen Rasen bewässert, sollte das selten und dafür durchdringend tun. Wird täglich beregnet, bleiben die feinen Faserwurzeln nahe der Oberfläche. Kommt dann einmal kein regelmäßiges Wasser, trocknen die Halme ab. Bei seltenen, dafür kräftigen Wassergaben wurzelt der Rasen tief und ist so besser gegen Trockenheit geschützt. Die Rosen sind in voller Blüte! Sobald sie verblüht sind, werden auch sie kräftig geschnitten. Eine kräftige Gabe mit einem guten biologischen Langzeitdünger bringt bei vielen Sorten eine schöne Nachblüte im Spätsommer. Rosen werden am liebsten mit Gartenfaser gemulcht.

Ende Juni werden die Hecken geschnitten (Thujen, Hainbuchen, Liguster, Eiben …). Sie sind mit dem Austrieb fertig und treiben nach dem Schnitt nur noch ganz wenig nach. So kommt man mit nur einem Schnitt im Jahr durch und hat immer eine schön geschnittene ordentliche Hecke. Auch Hecken sollten immer gut gemulcht sein. Hierfür kann man Grasschnitt, Gartenfaser oder Hackschnitzel verwenden.

In den Schwimm- und Gartenteichen wachsen die Fadenalgen derzeit besonders gut. Am besten entfernt man sie mechanisch: Sie lassen sich gut auf Stöcke aufrollen oder mit den Händen abfischen. Algen sind ein natürlicher Bestandteil jedes Teiches. Fischt man sie ab, entfernt man auch Nährstoffe (Phosphor). Wo es geht, sollte man einige Fadenalgennester im Teich belassen. Libellen brauchen diese grünen Polster, um ihre Gelege zu platzieren. Ganz wichtig ist es, im Juni, den Garten auch zu genießen! Gönnen Sie sich regelmäßig Zeit für eine Gartenrunde und freuen Sie sich an täglich neuen Blütenwundern. Nützen wir unsere Gärten immer auch als Erholungsraum.

Ich wünsche Ihnen eine schöne und entspannte Zeit im Garten!

Herzlichst, Ihre Gärtnermeisterin
Gerlinde Blauensteiner