Viel zu tun im KEM- und KLAR-Büro (v. li.): Oliver Polreich, Bernhard Lechner und Rainer Leitner mit den neuen Plänen für weitere geplante Kleinrückhaltebecken; ein solches wurde erst kürzlich im Schwarzer Graben in der Gemeinde Hochneukirchen-Gschaidt realisiert
Fotos: Rehberger, Regionsbüro

Der heurige Dürresommer hat es wieder gezeigt: Jede Maßnahme, die dem Klimaschutz und der Klimawandelanpassung dient, ist gut investiert. Im Regionsbüro wurden daher bereits die nächsten Projekte eingereicht, um die Region Bucklige Welt-Wechselland klimafitter zu machen. Nun hofft man auf eine positive Rückmeldung, um diese umsetzen zu können.

In der Klima- und Energiemodellregion (KEM) und in der Klimawandelanpassungs-Modellregion (KLAR) Bucklige Welt-Wechselland werden seit mittlerweile Jahrzehnten Projekte in die Tat umgesetzt, um die Region auch in Zukunft lebenswert und widerstandsfähig zu erhalten. In vielen Bereichen gilt man als Vorzeigeregion, was mehrere Auszeichnungen und die Teilnahme am EU-weiten Projekt „Grace“ unterstreichen. Das Team rund um Rainer Leitner arbeitet unermüdlich daran, praxistaugliche Lösungen zu finden, um etwa auf neue Problemfelder durch den Klimawandel zu reagieren. 

Eines dieser Erfolgsmodelle sind die Kleinrückhaltebecken, die trotz eines relativ geringen technischen und finanziellen Aufwands einen großen Unterschied bei Starkregen und Überflutungen machen können. Alleine im heurigen Jahr wurden sechs Rückhaltebecken fertiggestellt. Für das kommende Jahr sind bereits sechs weitere dieser Projekte und eines in Bezug auf einen mobilen Hochwasserschutz eingereicht.

Hitzeschutz für vulnerable Gruppen

Ein Thema, das gerade im zurückliegenden Sommer jeden betroffen hat, war neben der Trockenheit die große und andauernde Hitze. Im Rahmen eines neuen Projekts werden daher Hitzeschutz-Maßnahmen für besonders vulnerable Gruppen umgesetzt, also etwa in Kindergärten oder Pflegeheimen.

Für den Start werden zunächst in insgesamt neun Gemeinden „Cool Places“, Beschattungen oder Klimaanlagen eingerichtet. „Uns ist klar, dass der Bedarf groß ist. Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun mit finanziellen Mitteln des Bundes  über den Klimafonds die ersten neun Projekte umsetzen können“, so Rainer Leitner. 

Noch heuer hofft man auf eine Zusage, um die geplanten Projekte realisieren zu können. 

KEM Projekt