Foto: Gym­na­si­um Sachsenbrunn

„Action Pain­ting“ in Sachsenbrunn

von | Mrz 14, 2018 | Archiv, Kul­tur und Genuss

Was Kara­te und die Male­rei gemein­sam haben: Durch bei­de Tätig­kei­ten wird Ener­gie frei. Ver­netzt man die bild­ne­ri­sche mit der Kampf­kunst, kön­nen ein­zig­ar­ti­ge Bil­der ent­ste­hen. Das zeig­ten die Schü­ler der 6. Klas­se in Sach­sen­brunn in einem fächer­über­grei­fen­den Projekt.

Pro­fes­so­rin Kat­rin Ungersböck ist seit 16 Jah­ren Kara­te­trai­ne­rin und unter­rich­tet in Sach­sen­brunn Bild­ne­ri­sche Erzie­hung und Tech­ni­sches Wer­ken. „Ich woll­te den ener­ge­ti­schen Weg einer Kara­te­tech­nik künst­le­risch, in die­sem Fall male­risch sicht­bar machen“, so Ungersböck.

Also erhiel­ten die Schü­ler erst ein­mal einen Ein­stieg in die tra­di­tio­nel­le Kampf­kunst. Danach klei­de­ten die Schü­ler die Wän­de im Turn­saal aus und bestück­ten sie mit Papier, stell­ten Far­be und Pin­sel bereit und mach­ten sich ans Werk.

Die Jugend­li­chen soll­ten ihr erlern­tes Karate­wis­sen in einer Mal­ak­ti­on umsetz­ten: „Das heißt, statt der Faust haben die Schü­ler einen Pin­sel ver­wen­det und dann die gan­ze Kraft eines Faust­schla­ges in ihre Bil­der hin­ein­pro­ji­ziert“, so Ungersböck. „Es kommt hier nicht auf das Ergeb­nis oder das End­pro­dukt an, son­dern auf den gesam­ten Pro­zess, den jeder Schü­ler selbst durch­le­ben muss“, lässt Ungersböck die Unter­richts­stun­de noch ein­mal Revue pas­sie­ren. „Der Weg war also hier das Ziel.“

Per­spek­ti­ven in Bewe­gung

Schließ­lich wur­de das Unter­richts­kon­zept noch mit einer Foto­ak­ti­on bzw. einem Foto-shoo­ting erwei­tert. Die Schü­ler wur­den in Drei­er­grup­pen auf­ge­for­dert, ver­schie­de­ne Karate­po­si­tio­nen sowie unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven ein­zu­neh­men und sich dabei abwech­selnd zu foto­gra­fie­ren. Anschlie­ßend wur­den die Ergeb­nis­se in einer eige­nen Unter­richts­ein­heit com­pu­ter­tech­nisch indi­vi­du­ell bear­bei­tet. Die gesam­mel­ten Wer­ke sind nun in der Schu­le aus­ge­stellt. Die Schü­ler waren jeden­falls mit Feu­er­ei­fer bei der Sache, und viel­leicht ent­schei­det sich der eine oder ande­re für ein zukünf­ti­ges Karatetraining.