Es gibt kaum ein Instru­ment, wel­ches Musik­schul­lei­ter Roman Bisch­horn-Sti­ckel­ber­ger aus Krum­bach nicht beherrscht. Alle Instru­men­te auf dem Foto kann er spie­len und noch viel mehr. / Foto: Egerer

Kein Instru­ment ist vor ihm sicher

von | Mrz 13, 2018 | Archiv, Gemein­den

Woher sei­ne Musik­be­ga­bung kommt, weiß Roman Bisch­horn-Sti­ckel­ber­ger selbst nicht so genau. Doch Tat­sa­che ist, dass der Krum­ba­cher weit über zehn Instru­men­te beherrscht und auch sonst als Tau­send­sas­sa in der Musik­sze­ne bekannt ist.

Schon in der ers­ten Volks­schu­le begann er, Block­flö­te zu spie­len. Dann kamen Schlag­zeug, Saxo­phon, Gitar­re und Kla­vier dazu. „In der letz­ten Haupt­schul­klas­se habe ich fünf Instru­men­te gleich­zei­tig gelernt“, erin­nert sich der Musik­schul­lei­ter des Musik­schul­ver­ban­des Buck­li­ge Welt-Süd mit einem Schmun­zeln. „Mich hat eben immer inter­es­siert, wie die ein­zel­nen Instru­men­te funktionieren.“

Berufs­wunsch nicht immer klar

Mit 12 Jah­ren woll­te er noch Tisch­ler wer­den. Aber gegen Ende sei­ner Pflicht­schul­lauf­bahn kris­tal­li­sier­te sich dann doch die Lei­den­schaft für die Musik her­aus, und er wech­sel­te ins Musik­gym­na­si­um nach Ober­schüt­zen, wo er Schlag­zeug, Block­flö­te und Kla­vier stu­dier­te. So ganz neben­bei erlern­te er auch sämt­li­che Stab­spie­le (z. B. Xylo­phon), Stei­ri­sche Har­mo­ni­ka, Hack­brett, Key­board, E‑Bass und Percussion.

Durch sei­ne Viel­sei­tig­keit blieb es nicht aus, dass er auch selbst Musik­grup­pen grün­de­te und bis heu­te bei eini­gen mit­spielt. So berei­chert er die „Erik Schus­ter Big Band“, die „1000 HILL Big­band“, die sie­ben­köp­fi­ge „Buck­llän­der Blas­par­tie“ sowie sei­ne Haus­mu­sik „Jäger­hof Musi“.

„Ich lie­be die Blas- und Big­band­mu­sik, die Tanz­mu­sik habe ich auf­ge­ge­ben“, so der Neben­er­werbs­land­wirt, der neben Och­sen und zwei Pfer­den auch die sel­te­nen brau­nen Berg­scha­fe züch­tet. Doch das sind noch lan­ge nicht all sei­ne Tätig­kei­ten im Rah­men sei­nes musi­ka­li­schen Enga­ge­ments. „Manch­mal könn­te der Tag mehr Stun­den haben“, gibt der Tau­send­sas­sa zu. Denn neben der Lei­tung der Musik­schu­len Krum­bach und Hoch­neu­kir­chen-Gschaidt führt er außer­dem auch den gemisch­ten Chor von Krum­bach, ist Aus­hilfs­ka­pell­meis­ter, Schlag­zeu­ger und Sän­ger beim Musik­ver­ein Warth-Scheib­lingkir­chen-Brom­berg sowie Bezirks­ju­gend­re­fe­rent von Neun­kir­chen und Wie­ner Neu­stadt. Seit drei Jah­ren orga­ni­siert er außer­dem Semi­na­re in der Fach­schu­le Warth und berei­tet die Prü­fun­gen für die Leis­tungs­ab­zei­chen vor.

Jugend för­dern

„Kin­dern soll das Musi­zie­ren vor allem Spaß machen“, ist sich Bisch­horn-Sti­ckel­ber­ger sicher. Dar­um arbei­tet er auch sehr eng mit der ört­li­chen Volks­schul­di­rek­to­rin zusam­men. So gibt es in der drit­ten und vier­ten Klas­se eine eige­ne Blas­ka­pel­le. „Alle Jah­re stu­die­ren wir ein Musi­cal ein, ein­mal in Krum­bach und ein­mal in Hoch­neu­kir­chen“, erzählt der Musi­kus, den die Musik manch­mal sogar bis in sei­ne Träu­me begleitet.