Stolz ist Ger­hard Ring­hofer auf seine neueste Errun­gen­schaft „Focus Elmar“, ein Schwarzfleck-Tiger­hengst, da diese Far­brich­tung nur sehr schw­er zu bekom­men ist. Obwohl er selb­st prämierte Deck­heng­ste züchtet, muss er für die eigene Zucht Tiere ankaufen, um Inzucht zu ver­mei­den. / Fotos: Egerer

Preis­gekrönte Norikerzucht

von | Sep 6, 2018 | Archiv

Schon von Kindes­beinen an beschäftigte sich der geborene Tiefen­bach­er Ger­hard Ring­hofer mit Pfer­den. Mit 14 Jahren durfte er einen Norik­er-Haflinger sein Eigen nen­nen. Der gel­ernte Mau­r­er sat­telte schließlich in die Holzschlägerung um. Seit 2000 züchtet er Norik­er, hat viele Preise gewon­nen. Aktuell besitzt er rund 70 Norik­er aller Altersklassen. 

Der Zucht­be­trieb von Ger­hard Ring­hofer ist der einzige in Öster­re­ich, der seine Stuten im Freis­prung deckt und dessen Pferde min­destens acht Monate im Jahr im Her­den­ver­band leben. Im Som­mer hat er seine Tiere teil­weise daheim oder auf Som­mer­wei­den unterge­bracht, im Win­ter leben sie in Offenstallhaltung.

„Bevor ich noch zur Schule gegan­gen bin, habe ich bei unserem Nach­barn immer mit den Haflingern gear­beit­et und aus­ge­holfen“, erin­nert sich der Pfer­de­fre­und. „Nach fünf Jahren am Bau bekam ich die Möglichkeit, im Holzschlägerungs­gewerbe zu arbeit­en. Am Anfang haben wir viel mit Pfer­den gear­beit­et. Denn nicht über­all sind Maschi­nen ein­set­zbar. Auch auf Naturschutzflächen wer­den Pferde bei der Arbeit benutzt“, erzählt Ringhofer.

Im Jahr 2000 erfüllte er sich schließlich seinen Traum und kaufte eine Land­wirtschaft in Krum­bach, wo er begann, Norik­er zu zücht­en. „Heute bin ich im Som­mer Land­wirt, im Sep­tem­ber startet dann wieder die Arbeit im Wald“, so der begeis­terte Natur- und Pferdefreund.

Seine Pferde kön­nen sich sehen lassen

In den let­zten 15 Jahren kon­nte er sich über vier Staat­sprämien bei öster­re­ich­weit­en Pfer­de­schauen freuen. „Von 700 gebore­nen Hengst­fohlen wer­den im ganzen Land nur 15 gekört, das heißt als Deck­hengst anerkan­nt“, erk­lärt Ring­hofer. Drei Deck­heng­ste hat er selb­st gezüchtet, ein­mal hat er damit den ersten und zweimal den drit­ten Platz bei der Hengstleis­tung­sprü­fung erhalten.

Im Fahren bildet der Land­wirt die Tiere selb­st aus, das Bere­it­en über­lässt er den Damen. Der Norik­er­fre­und besitzt fünf Deck­heng­ste, ein­er davon ist selb­st gezüchtet, die anderen sind zugekauft. „Um Inzucht zu ver­mei­den, verkaufe ich meine Heng­ste.“ So ganz neben­bei züchtet Ring­hofer auch deutsche Jagdter­ri­er, ein­er davon kam in die Schweiz, wo er bei ein­er Junghun­de­schau den ersten Platz erre­ichte. Seine Zukun­ft­spläne: „Die Land­wirtschaft sanieren und eine Halle für meine Pferde bauen.“

Schon als Fohlen entschei­det sich, ob das Tier zur Zucht ver­wen­det wer­den kann oder nicht. Begrüßt wird man auf dem Hof von Ger­hard Ring­hofer in Krum­bach von ein­er Gänse­fam­i­lie. Der Pfer­de­fre­und fährt bei Brauch­tum­sumzü­gen mit. In Haag am Haus­ruck fährt er fix für „Schwarzbräu“ beim Bier­wa­gen­fahren. Dabei wird das Kön­nen von Pferd und Fahrer genauestens unter die Lupe genommen./ Fotos: Egerer