Foto: Egerer

Eng­lish ver­sion of this arti­cle: https://www.bote-aus-der-buckligen-welt.at/2020/11/excursion-tip-bourbon-path-lookout/

Heute ler­nen wir bei unser­er Wan­derung nicht nur die Geschichte der Bour­bo­nen und deren wohltätiges Wirken in Lanzenkirchen in den Jahren 1844 bis 1883 ken­nen, son­dern erk­lim­men auch noch die neue Ros­alia-Aus­sichtswarte – eine gemütliche Wan­derung für die ganze Familie.

Man teilt diese Wan­derung in zwei Etap­pen: entwed­er wählt man zuerst den his­torischen Rundweg mit zwölf Sta­tio­nen in Lanzenkirchen, der beim Grand­ho­tel Niederöster­re­ichis­ch­er Hof beginnt.

Hier kann man nochmals wählen zwis­chen der großen Runde, mit ein­er Dauer von 140 Minuten, oder der kleinen Runde mit ein­er Stunde Wegzeit. Die kleine Runde umfasst nur den Ortskern von Lanzenkirchen. Oder man besucht zuerst die Aus­sichtswarte, die man von ver­schiede­nen Aus­gangspunk­ten erre­ichen kann.Wir starten heute im Ort­steil Ofen­bach beim Gasthaus KaHof. Vis-à-vis begin­nt eine Forststraße, der wir fol­gen, bis wir auf den Ros­alia-Rund­wan­der­weg tre­f­fen, eben­falls eine Forststraße, die durch schöne Waldge­bi­ete führt. Dieser fol­gen wir bis zur Aus­sichtswarte Lanzenkirchen-Wiesen. Von hier hat man einen her­rlichen Rund­blick in alle Him­mel­srich­tun­gen, bei klar­er Sicht bis über die Gren­zen hinweg.

Die Qual der Wahl

Nun kann man sich entschei­den, ob und wie man den Rück­weg antritt oder ob man noch über den Kri­eriegel, das Mit­tereck, da Weiße Kreuz bis zur Ros­alienkapelle weit­er­wan­dert. Von hier steigt man über den Heuberg und das Sin­abelkreuz in die Mehlber­leit­en ab, wo man ent­lang der Straße in Rich­tung Ofen­bach geht. Die Gehzeit beträgt ins­ge­samt cir­ca dreiein­halb Stun­den.
Wir entschei­den uns heute für die kleinere Rund­tour und wan­dern auf der Forststraße, über die wir zur Aus­sichtswarte aufgestiegen sind, ein­fach weit­er bergab Rich­tung Ofen­bach. Bei der ersten Kehre beim großen Kaiser­wald stoßen wir wieder auf den Ros­alia-Rundweg. Wer es eilig hat, kann diesem zurück nach Ofen­bach fol­gen. Auch diese Tour führt an zwei Teichen vorbei.

Wir set­zen unseren Weg aber nicht auf dem markierten Ros­alia-Rundweg fort, son­dern biegen nach rechts in die Forststraße Rich­tung Stein­bruch ein, gehen an diesem vor­bei, bis zu ein­er Kreuzung. Hier biegen wir links in den Scher­gen­graben ab. Diesem fol­gen wir bis zu den Teichen, wo wir wieder auf besagten Rund­wan­der­weg tre­f­fen und diesem nun bis Ofen­bach fol­gen.
Diese Tour dauert unge­fähr zwei Stun­den, ist ganzjährig bege­hbar und auch für Kinder­wä­gen geeignet, da alle Wege bre­ite Forstwege sind. Einkehr ist beim Gasthaus KaHof, am Anfang und Ende der Tour.

Tipp von der Bergrettung

Kom­men Sie gut nach Hause – Sicher­heit­stipps für Freizeit­sportler von der Bergret­tung St. Corona

Auch bei augen­schein­lich ganz ein­fachen Wan­derun­gen sollte man doch immer eine Basisausstat­tung an Sicher­heit­saus­rüs­tung mit sich führen. Ger­ade im Spätherb­st neigen sich die Tage beson­ders schnell dem Ende zu. Dunkel­heit ist eine große alpine Gefahr. Pack­en Sie daher in Ihren Ruck­sack immer eine Stirn- oder Taschen­lampe. Auch wenn man dann ein­mal von der Dunkel­heit über­rascht wird, find­et man doch sich­er den Weg zurück. Bitte denken Sie daran, dass Sie mit Ihrer Sicher­heit­saus­rüs­tung (Erste-Hil­fe-Set …) auch anderen Freizeitsportler*innen helfen kön­nen. Wir wün­schen Ihnen viel Vergnü­gen bei Ihren Freizeitak­tiv­itäten in der Buck­li­gen Welt. Kom­men Sie gut nach Hause und bleiben Sie gesund.

Foto: Bergret­tung
Erwin Jung

Grafik: Scherz-Kogel­bauer GmbH, Fotos: Egerer