Foto: The Soul of an Artist Pictures

Ihre Begeis­te­rung für Pfer­de begann über Umwe­ge. Nico­le Markl, eine gebür­ti­ge Kirch­ber­ge­rin, besuch­te mit ihrer Mut­ter eine Pfer­de­schau. Die­se gewann damals ihren ers­ten Haf­lin­ger „Fritzl“. So wur­de ihre Mut­ter mit dem Pfer­de­vi­rus infi­ziert und gab die­sen an die nächs­te Genera­ti­on weiter.

„So kam es, dass ich mei­ne gan­ze Kind­heit und Jugend auf dem Rücken der Pfer­de ver­brach­te“, erin­nert sich Nico­le mit einem Schmun­zeln. „Ich konn­te mir nichts Schö­ne­res vor­stel­len. Doch irgend­wann war Rei­ten allei­ne für mich nicht mehr genug und ich woll­te mir fun­dier­tes Hin­ter­grund­wis­sen über das Wesen Pferd aneig­nen. Was steckt hin­ter einer Lahm­heit, war­um hat das Pferd eine Kolik und so weiter.“

Berufs­rich­tung vorgegeben

So absol­vier­te sie ihre Aus­bil­dung zum diplo­mier­ten Vital­coach für Pfer­de mit aus­ge­zeich­ne­tem Erfolg in Ober­ös­ter­reich. „Ich habe schon zahl­rei­che ver­schie­dens­te Aus­bil­dun­gen zu die­sem The­ma hin­ter mir“, so die Pfer­de­lieb­ha­be­rin. „Ich suche immer wie­der nach Semi­na­ren, die mich inter­es­sie­ren und zu mei­ner Aus­bil­dung pas­sen. Man lernt bei Pfer­den nie aus“, ist sich Markl sicher.

Sprung in die Selbstständigkeit

Seit drei Jah­ren kom­men nun Men­schen zu ihr, die mit ihren Pfer­den Pro­ble­me haben und sich nicht mehr selbst zu hel­fen wis­sen. „Manch­mal rufen mich auch Leu­te an wegen einer Pfer­de-Fas­zi­en­mas­sa­ge oder einer Meri­di­an­be­hand­lung.“ Auch mit Farb­licht und Düf­ten arbei­tet sie. „Pfer­de ste­hen auf Düf­te“, weiß Nico­le aus Erfah­rung. „Aber prin­zi­pi­ell ist es wie bei allen Lebe­we­sen – wenn die Psy­che, die Mus­ku­la­tur oder das Wohl­be­fin­den beein­träch­tigt sind, wodurch auch immer, ent­steht eine Disbalance.“

Gro­ße Band­brei­te an Problemen

Ihre Auf­ga­be ist es dann, das Pro­blem zu erken­nen, zu loka­li­sie­ren und nach Mög­lich­keit zu behe­ben. „Wich­tig ist immer geziel­ter und gesun­der Mus­kel­auf­bau, manch­mal genügt eine ein­fa­che Fut­ter­um­stel­lung oder ich berei­te Jung­pfer­de stress­frei aufs Anrei­ten vor oder behand­le Senio­ren­pfer­de, um sie fit zu hal­ten. Pfer­de, die auf­grund einer Ver­let­zung lan­ge pau­sie­ren muss­ten, oder Pfer­de mit den ver­schie­dens­ten Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten wie Bei­ßen, Buckeln, aber auch antriebs­lo­se oder unmo­ti­vier­te Pfer­de gehö­ren zu ihren Kun­den. So fährt sie manch­mal in Stäl­le und hält dort Work­shops zu den ver­schie­dens­ten The­men ab.
Zu ihrem Ein­satz­ge­biet gehö­ren Wien, Nie­der­ös­ter­reich, das Bur­gen­land und die Stei­er­mark. So hat sie Pfer­de als Kun­den, die im Magna Raci­no ein­ge­stellt sind, oder Pfer­de in Zucht­be­trie­ben sowie Pfer­de von Privatpersonen.

„Ich lie­be Pfer­de über alles. Es gibt nicht umsonst den Spruch „Das Glück die­ser Erde liegt auf dem Rücken der Pfer­de“, freut sich Markl. „Daher gibt es für mich nichts Schö­ne­res, als die Pro­ble­me mei­ner vier­bei­ni­gen Kun­den nach Mög­lich­keit zu besei­ti­gen, oft­mals gemein­sam mit deren Besit­zern, um dem Team Mensch und Pferd den best­mög­li­chen Start in eine gemein­sa­me Zukunft zu ermög­li­chen“, so Nico­le Markl. Natür­lich hat sie auch ein eige­nes Pferd, eine zwei­ein­halb­jäh­ri­ge Stu­te, die aber noch zu jung zum Rei­ten ist.

Ihre Zie­le für die Zukunft: einen pas­sen­den Hof zu fin­den, wo sie ihren eige­nen Rund­um-Wohl­fühl-Stall eröff­nen kann. Hier möch­te sie dann Pfer­de behan­deln, aber auch Semi­na­re anbie­ten und gleich­zei­tig ihre eige­ne Wei­ter­ent­wick­lung als Pfer­de­trai­ne­rin mit ganz­heit­li­cher Betrach­tungs­wei­se erwei­tern. „Viel­leicht habe ich ja Glück und es mel­det sich wer, der sei­nen Hof ver­kau­fen möch­te“, hofft Nico­le Markl.

Nico­le Markl mit ihrer Stu­te Rubi­na
Fotos: Nico­le Markl