Fotos: Egerer (6), Grafik: Scherz-Kogelbauer

Unser heutiger ganzjährig begehbarer Ausflugstipp führt uns in einer gemütlichen Runde auf Wald-, Forst- und Radwegen von Bad Schönau zum Mostwirtshaus Stegbauer, wo es auch geschichtlich Interessantes zu erfahren gibt.

Wir starten im Kurort Bad Schönau bei der Gemeinde. Zuerst folgen wir der Asphaltstraße Richtung Kurhotel Königsberg, doch bei der Waldgasse biegen wir, am Vital Hotel Weber vorbei, rechts ab.

Schließlich treffen wir auf den Ernst-Ferstl-Gedankenweg, dann überqueren wir den Bach, passieren die Landesstraße und wandern weiter Richtung Restaurant „Triad“ die Straße bergauf. Wir spazieren rechter Hand am Restaurant vorbei, danach biegen wir links in den Teichweg ab. Dort wandern wir an zwei Teichen vorbei, immer dem Weg folgend. Im Wald angekommen, entdecken wir gelbe Tafeln mit der Beschriftung Mostwirtshaus Stegbauer. Diesen folgen wir leicht rechts bergauf auf einem schönen Waldpfad.  Hier sollte man aufmerksam sein, denn es zweigen ein paar Forstwege ab.

Unser Wanderweg mündet nach circa einer Viertelstunde wieder in einen Forstweg. Hier finden sich wieder gelbe Tafeln, die uns nach rechts weisen. Erneut können wir zwei Teiche erspähen, doch schließlich kommen wir aus dem Wald heraus und haben einen herrlichen Blick auf Bad Schönau. Bald erreichen wir eine Straße, der wir zuerst leicht bergab an einem Haus vorbei folgen. Nun marschieren wir auf der schmalen Asphaltstraße bis zu einem Bauernhof, wo ebenfalls eine grüne Tafel mit der Aufschrift Mostwirtshaus Stegbauer angebracht ist. Diese weist uns nach links. Wir befinden uns jetzt auf der Zufahrtsstraße zur Buschenschank, in der man zu Mittag auch warme Speisen bestellen kann. Nach einer Viertelstunde sind wir am Ziel und können uns im gemütlichen Wintergarten wohlverdient stärken. Herrliches selbst gebackenes Brot von der Oma und kulinarische Schmankerl erfreuen hier den Gaumen.

Zwei Varianten für den Rückweg

Wer viel Zeit hat und wanderfreudig ist, kann den Rückweg länger gestalten. Wir beschreiben vorerst einmal die kürzere Variante: Wir verlassen das Mostwirtshaus und gehen ein Stück bergab, doch gleich unter dem Anwesen zweigt links ein Traktorweg ab, dem wir folgen.Rote Punkte an den Bäumen erleichtern uns die Orientierung durch den Wald bis zur Straße. Wir wandern am Feldrand, immer dem Traktorweg folgend, entlang. Obwohl sich dieser ein wenig von unserem Ziel Bad Schönau wegdreht, also nach links, marschieren wir in den Wald hinein. Man muss allerdings genau auf die roten Punkte achten, da es ein paar Abzweigungen gibt. Schließlich macht der Weg eine scharfe Rechtskurve und wir treffen wieder auf einen Forstweg. Auf diesem spazieren wir im Wald dem Bach entlang bis zu einer Straße, bei der wir wieder rechts abbiegen. Schon sehen und hören wir die Landesstraße. Diese überqueren wir und befinden uns nun auf dem Radweg, dem wir bis Bad Schönau folgen, und gelangen so wieder zu unserem Fahrzeug.

Zweite Variante

Auf dem Radweg zweigt auf halber Strecke nach Bad Schönau, markiert mit gelben Tafeln, ein Forstweg Richtung Leitenviertel ab. Hier braucht man sicher eine Dreiviertelstunde länger bis Bad Schönau. Aber die Forstwege führen durch Wald und Wiesen und sind alle markiert. Die gesamte Weglänge der kurzen Runde beträgt circa acht Kilometer. Dabei sind 200 Höhenmeter zu bewältigen und man sollte zwei Stunden reine Gehzeit veranschlagen. Für die längere Runde braucht man ungefähr eine Stunde länger. Daher könnte man diese Tour auch umdrehen, wodurch man mit dem längeren Teil beginnt und am Ende nur mehr den kürzeren Abstieg hat. 

Ich kann diese Runde nur wärmstens empfehlen, da man so gut wie keine Leute trifft, herrliche Ausblicke hat und – wenn das Mostwirtshaus geöffnet hat (siehe Heurigenkalender der Obst-Mostgemeinschaft) – auch kulinarisch bestens versorgt ist.