Foto : Egerer

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Eines gleich vor­weg: Die­se Run­de besticht nicht nur durch wun­der­ba­re Natur und Aus­sich­ten, son­dern vor allem durch vor­bild­li­che Mar­kie­rung. Wir haben die zwei­stün­di­ge Tour von Eben (Nähe Hoch­egg) aus gewählt, da hier auch Kin­der ohne gro­ße Höhen­un­ter­schie­de Spaß an der Wan­de­rung haben werden.

Das ein­zi­ge Man­ko an die­ser Tour ist die begrenz­te Park­mög­lich­keit in Eben, einer Streu­sied­lung, die man von Hoch­egg aus erreicht. Man könn­te aber nach Hoch­egg bei­spiels­wei­se auch von Grim­men­stein aus mit dem öffent­li­chen Bus fah­ren.
Durch­quert man die Sied­lung in Eben, erkennt man rech­ter Hand schon die gel­ben Weg­wei­ser Rich­tung Burg Grim­men­stein. Zuerst auf einem Feld­weg, dann auf einer schö­nen Allee wan­dern wir schließ­lich in einen lich­ten Wald hin­ein. Auf brei­ten Pfa­den mar­schie­ren wir leicht berg­auf und berg­ab, bis wir zur Abzwei­gung Rich­tung Kulm­rie­gel kom­men. Hier wer­den wir von einem kur­zen stei­le­ren Anstieg gefor­dert. Da man aber auf dem­sel­ben Weg zurück­kehrt, um wei­ter zur Burg zu gehen, muss man die­sen Abste­cher auf den Kulm­rie­gel nicht machen. Obwohl sich die­ser Kurzan­stieg auf jeden Fall lohnt, war­tet doch ein lau­schi­ges Plätz­chen in alten Gemäu­ern auf die Wan­de­rer. Ban­kerl und ein Tisch laden zum Ver­wei­len und Jaus­nen ein.

Burg Grim­men­stein

An Wochen­en­den und Fei­er­ta­gen hat die Burg ab 10 Uhr geöff­net . Da sie auf hal­ber Stre­cke liegt, bie­tet sich eine Ein­kehr gera­de­zu an. Schließ­lich hat man nicht alle Tage die Mög­lich­keit, eine Burg zu besuchen.

Frisch gestärkt wan­dern wir wei­ter Rich­tung May­er­hö­fen. Zuerst umrun­den wir dabei den Kulm­rie­gel, danach geht es berg­ab, bis wir auf eine wenig befah­re­ne Asphalt­stra­ße kom­men. Auch hier lädt ein Ban­kerl zur Rast, immer mit herr­li­chen Aus­bli­cken in die wun­der­schö­ne, idyl­li­sche Natur. Bei einer schar­fen Rechts­kur­ve bie­gen wir auch schon wie­der auf einen Wald­weg ab. Nun war­tet der ein­zig wirk­li­che Höhen­un­ter­schied auf uns, aller­dings stellt die­ser auch für Spa­zier­gän­ger kein Pro­blem dar. Außer­dem war­tet am Ende des „Auf­stiegs“ ein klei­ner Geträn­ke-Selbst­be­die­nungs­kel­ler samt Ban­kerl auf durs­ti­ge Wan­de­rer. Danach errei­chen wir auch schon May­er­hö­fen und bie­gen links auf die Asphalt­stra­ße ein. Doch schon nach einem kur­zen Stück weist uns ein Schild den Weg nach links zurück nach Eben, wie­der in eine herr­li­che Allee mit Blick auf den Schnee­berg und die Rax. Das letz­te Stück mar­schie­ren wir noch auf der schma­len Stra­ße, nach einer Kup­pe sehen wir schon nach Eben hin­un­ter.
Für Erwach­se­ne muss man rei­ne Geh­zeit mit Abste­cher zum Kulm­rie­gel zwei­ein­halb Stun­den ver­an­schla­gen, mit Kin­dern län­ger. Die­se Tour ist von Früh­ling bis Herbst und in mil­den Win­tern begeh­bar, Kin­der­wa­gen­taug­lich ist sie nicht durchgehend.

Alter­na­ti­ve

Man kann natür­lich auch von Grim­men­stein auf die Burg wan­dern. Aller­dings hat man dann mehr Höhen­me­ter zu bewäl­ti­gen und man wan­dert immer im Wald auf brei­ten Forstwegen.

Mir per­sön­lich hat die­se Tour auch wegen der Aus­bli­cke so gut gefal­len, unter der Woche begeg­net man außer­dem so gut wie niemandem.

Portrait Eerwin Jung

Tipp von der Bergrettung

Lie­be Frei­zeit­sport­le­rin­nen, lie­be Frei­zeit­sport­ler,
die Wan­de­rung von Eben zur Burg Grim­men­stein ist sicher­lich kei­ne gro­ße alpi­ne Her­aus­for­de­rung. Sie gibt uns aller­dings die Mög­lich­keit, die posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen des Wan­derns zu beleuch­ten. Es ist wis­sen­schaft­lich bewie­sen, dass regel­mä­ßi­ge Bewe­gung unse­re Gesund­heit för­dert und das Erkran­kungs­ri­si­ko senkt. Unser Herz-Kreis­lauf-Sys­tem wird leis­tungs­fä­hi­ger, der Bewe­gungs­ap­pa­rat gestärkt, die Immun­ab­wehr ver­bes­sert sich. Gera­de in die­sen for­dern­den Zei­ten trägt regel­mä­ßi­ge Bewe­gung auch zu psy­chi­scher Gesund­heit bei. In die­sem Sin­ne wün­sche ich Ihnen und Ihren Lie­ben vie­le beweg­te Momen­te. Kom­men Sie gesund und sicher nach Hau­se. Ich freue mich auf eine schö­ne Begeg­nung in unse­rer wun­der­schö­nen Region.

Erwin Jung / Foto: Bergrettung

Fotos: Ege­rer Gra­fik: Scherz-Kogel­bau­er GmbH